Strafzumessung

    • Zulässige Notwehr

      Das Obergericht des Kantons Solothurn hat Bundesrecht verletzt, indem es einen Mann trotz Notwehr verurteilt hat und indem es beim Widerruf einer bedingt aufgeschobenen Strafe keine Gesamtwürdigung aller Prognosefaktoren vorgenommen hat (BGer 6B_195/2017 vom 09.11.2017). Zur Notwehr: Der Angriff von A.

      strafprozess – 81 Leser –
  • Minder schwerer Fall – und der gesetzlich vertypte Milderungsgrund

    … Sieht das Gesetz einen besonderen Strafrahmen für minder schwere Fälle vor und ist – wie hier gemäß § 30 Abs. 1 Satz 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetzlich vertypter Milderungsgrund gegeben, muss bei der Strafrahmenwahl im Rahmen einer Gesamtwürdigung zunächst geprüft werden, ob die allgemeinen Milderungsgründe die Annahme eines minder schweren…

    Rechtslupe – 26 Leser –


  • Spekulation statt Beweis

    … auf die Willenskomponente unvollständig und widersprüchlich. Zudem begründet die Vorinstanz eine allfällige Tötungsabsicht (Wollenskomponente) des Beschwerdeführers bei allen Taten überwiegend mit spekulativen Erwägungen (E. 3.4.4). Hard cases make bad law? Ähnliche Beiträge Dieser Beitrag wurde am 23/11/2017 von kj in Beweisrecht, Bundesgericht BGer, Leib und Leben, Strafzumessung, Vorsatz veröffentlicht. Schlagworte: StGB 112, StGB 122, StGB 123, StGB 22.…

    strafprozess – 77 Leser –
  • Die angemessene Strafe – und das Revisionsgericht

    … Ob eine Rechtsfolge als angemessen im Sinne des § 354 Abs. 1a StPO angesehen werden kann, hat das Revisionsgericht auf der Grundlage der Feststellungen des angefochtenen Urteils unter Berücksichtigung aller maßgeblichen Gesichtspunkte, insbesondere aller nach § 46 StGB für die Strafzumessung erheblichen Umstände zu beurteilen1. Dies ist möglich…

    Rechtslupe – 33 Leser –
  • Strafzumessung – und ihre Überprüfung durch das Revisionsgericht

    … Die Strafzumessung ist grundsätzlich Sache des Tatgerichts. Ein Eingriff des Revisionsgerichts in die Einzelakte der Strafzumessung ist in der Regel nur möglich, wenn die Zumessungserwägungen in sich fehlerhaft sind, wenn das Tatgericht gegen rechtlich anerkannte Strafzwecke verstößt oder wenn sich die verhängte Strafe nach oben oder unten von…

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  • BTM-Handel – und das Gewinnstreben

    … Das Tatbestandsmerkmal des Handeltreibens setzt bereits voraus, dass der Täter nach Gewinn strebt, so dass eine ausschließlich gewinnorientierte Motivation keinen zulässigen Strafschärfungsgrund darstellt1. Berücksichtigt daher das Gericht strafschärfend ein Handeln aus “reiner Gewinnsucht” des Dealers, stellt dies einen Verstoß gegen § 46 Abs. 3…

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  • Die zurechenbare Schuld des jugendlichen Täters

    … von einem der Geschädigten wiederholt beleidigt worden war, nicht ausdrücklich geprüft hat, ob bei Anwendung von Erwachsenenstrafrecht ein benannter minder schwerer Fall gemäß § 213 Alternative 1 StGB in Betracht zu ziehen war. Da die Strafkammer im vorliegenden Fall die wiederholten Provokationen aber bei der Strafzumessung im engeren Sinne zu…

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  • Gesamtstrafe

    … In einem neuen Entscheid hat das Bundesgericht rekapituliert, wann eine Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB zu verhängen ist (BGer 6B_210/2017 vom 25.09.2017). Hier zur Repetition die Übersicht für alle, die sich mit Strafzumessung beschäftigen müssen: Die Bildung einer Gesamtstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB ist nur bei gleichartigen…

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