Jede strafrechtliche Norm, unabhängig davon, ob sie aus dem Strafgesetzbuch stammt oder aus einem strafrechtlichen Nebengebiet, muss derart bestimmt sein, dass der Normadressat aus ihr die Voraussetzungen der Strafbarkeit (= den Tatbestand) und die Strafandrohung (= die Rechtsfolge) ablesen kann.
Der nachfolgende Artikel ist ein Gastbeitrag von Marcel Ziegler, der unter anderem Verfasser eines kostenlosen E-Books zum Thema Kredite ist. Der Gesetzgeber sowie Gerichte haben den Verbraucherschutz bei Finanzierungen in den letzten Jahren stark verbessert. Ein prominentes Beispiel: Seit einem BGH-Urteil dürfen Banken nicht mehr willkürlich berechnete Abschlussgebühren be …
Das Kurzskript „Strafrecht AT I – Klausurytpische Probleme der Tatbestandsmäßigkeit“ ermöglicht einen groben Überblick über die wesentlichen Prüfungspunkte und Probleme des objektiven und subjektiven Tatbestandes. Es behandelt einige besonders klausuträchtige Probleme und zeigt die dazugehörigen Argumentations- und Lösungsmöglichkeiten auf.
In einem Sprichwort heißt es: „Schaden macht klug“. Das ist spätestens dann richtig, wenn es darum geht, entstandene Schäden zu ersetzen, denn das ist – wie manch einer sicherlich bereits schmerzlich erfahren musste – nicht selten mit hohen Kosten verbunden, welche man zumindest in einigen Fällen gewissermaßen als Lehrgeld betrachten könnte.
Was macht eigentlich einen guten Richter aus? Welche Vor- und Nachteile, Chancen und Tücken, Ängste und Hoffnungen bringt das Richteramt mit sich? Gibt es bestimmte Charaktereigenschaften die einen Richter besonders qualifizieren? Diesen und weiteren Fragen stellt sich Detlef Burhoff in diesem Interview zum Berufsbild des Richters.
Die Verwirklichung einer Straftat lässt sich in fünf verschiedene Stadien einteilen, beginnend mit der Planung und Vorbereitung einer Straftat, über den Versuch der Verwirklichung, bis hin zu dessen Vollendung und schließlich der (finalen) Beendigung. Diese chronologisch vorgenommene Differenzierung ist unter anderem für die Bestrafung des Täters von wesentlicher Bedeutung, d …
Der Kaufvertrag (§ 433 BGB) ist die im Alltag am häufigsten vorkommende Vertragsform und bietet regelmäßig ein gewisses Konfliktpotential zwischen den Vertragsparteien, insbesondere in den Fällen, in denen es um Gewährleistungsansprüche und Mängelbeseitigung geht. Gerade in diesem Bereich kursieren immer noch hartnäckige Gerüchte und Halbwahrheiten, daher soll dieser Artikel …
Smartphones haben sich in unserer Gesellschaft gut etabliert und sind mittlerweile zu ständigen Begleitern geworden – wo man auch hinsieht, man trifft auf Smartphones, sowie Menschen, die immer mehr Aufgaben an die kleinen Helfer übergeben. In den letzten Jahren hat nicht nur die Leistungsfähigkeit der Geräte massiv zugenommen, sondern auch deren Bedeutung im Alltag und so is …
Rechtsnormen sind vielfach abstrakt und unbestimmt formuliert, immerhin sollen sie für eine Vielzahl von Einzelfällen als Orientierungspunkte dienen und nicht bloß vereinzelte Rechtssituationen abdecken. Letzteres würde eine eigenständige Regelung für jede nur erdenkliche Rechtslage erfordern. Bereits der gesunde Menschenverstand macht begreifbar, dass es unmöglich ist, alle …
Es wird stetig versucht die Verbrechensaufklärung und Strafverfolgung zu optimieren. Die Vorratsdatenspeicherung wird immer wieder gerne als die „Optimierung“ schlechthin präsentiert, oder gar als „richtige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit“ zum Schutze der Bürgerinnen und Bürger. Dieser Artikel beleuchtet die Gegenseite und stellt nachfolgend die am häufigsten genannt …
Dies wird mein letzter Beitrag sein, der auf der Internetseite JuraBlogs.com (mit-)veröffentlicht wird. Genau wie einige andere Blogs verlasse ich JuraBlogs mit sofortiger Wirkung. Meine ersten Leser, das werde ich nie vergessen, sind über JuraBlogs auf meine Seite gestoßen. Inzwischen hat sich jedoch vieles geändert – hier und auf JuraBlogs.
Prozesse sind eine teure Angelegenheit. Neben den Gerichtskosten treten regelmäßig außergerichtliche Kosten hinzu, darunter vor allem die Vergütung des Anwalts, mögliche Reisekosten und die Kosten für Sachverständigengutachten. Die Beteiligten versuchen daher zumeist ihre Interessen außergerichtlich zu wahren.
Wenn Sie bei einem Besuch Ihrer Lieblingsbibliothek aus einem reichhaltigen Angebot gelungener Literatur auswählen können, so haben Sie diese Tatsache mehreren Beteiligten zu verdanken. Natürlich dem Autor, er hat Ihre Lieblingsschriftstücke auf liebevolle Weise und unter hohem Zeitaufwand verfasst.
Die Sicherungsrechte an beweglichen Sachen Gelegentlich verzichtet der Verkäufer auf eine sofortige Bezahlung des Kaufpreises, obwohl die gekaufte Sache dem Käufer bereits übergeben wurde, er gewährt dem Käufer einen Kredit. Immer dann braucht der Verkäufer eine Sicherheit, beziehungsweise eine (Zu-)Sicherung, dass er sein Geld in Zukunft auch erhalten wird.
Die Prüfung der Strafbarkeit eines Täters unterliegt einer bestimmten Prüfungsreihenfolge, dem dreigliedrigen Deliktsaufbau. Der dreigliedrige Deliktsaufbau gewährleistet eine einheitliche Rechtsprüfung, verschieden gelagerte Fallkonstellationen können durch eine solch vereinheitliche Prüfungsstruktur leichter miteinander verglichen werden.
Dieser Artikel verfolgt in vereinfachter Form den Weg eines (fiktiven) Straftäters von seiner Tat bis zum Urteil. Im Fokus stehen dabei sowohl die verschiedenen Phasen die der Täter bis zur Urteilsvollstreckung durchlaufen muss, als auch die Prinzipien, Rechte und Pflichten die ein Strafverfahren in sich birgt.
„Sterben macht Erben“ sagt ein altes Sprichwort. Da ist viel wahres dran, denn wenn wir uns auf eines im Leben verlassen können, dann auf die Tatsache, dass wir eines Tages sterben müssen. Außer Frage steht ebenfalls, dass das eigene Vermögen nicht einfach zeit- und ziellos vor sich hindümpeln wird, sondern viel mehr nach dem eigenen Tode auf die Erben oder den Staat übertragen wird.
Jede Berufsgruppe kommt mit ihren ganz individuellen Symboliken, die oftmals eine sehr metaphorische und gelungene Form der Repräsentation darstellen. Ärzte etwa identifizieren sich mit dem „Äskulapstab“, die Schlange die sich um einen hölzernen Stab wickelt. In diesem Artikel sollen einige (typisch) juristische Symboliken vorgestellt werden.
Ein Delikt kann sowohl durch aktives Tun als auch durch eine Unterlassungshandlung begangen werden. Wird ein Tatbestand durch aktives Tun realisiert, so führt der Täter den Taterfolg durch aktive Handlungen selbst herbei (Aktivität: A erschießt B). Das aktive Tun ist der vom Gesetz angenommene Regelfall.
Bei der Vielzahl aller Strafrechtsnormen handelt es sich um sogenannte „Erfolgsdelikte“, bei denen durch die Handlungen des Täters ein konkreter tatbestandlicher Erfolg eintreten muss, andernfalls ist der Straftatbestand nicht verwirklicht worden und eine Bestrafung des Täters bleibt aus. So ist der tatbestandliche „Erfolg“ beim Totschlag (§ 212 StGB) der Tod eines Menschens, …