Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, hat es in den letzten Monaten zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Nicht zuletzt wurde er für seine Auftritte in Film, Funk und Fernsehen auch von Kollegen in Blogbeiträgen angemessen gehuldigt, hier zum Beispiel bei dem Kollegen Siebers.
Kürzlich erschien irgendwo ein Artikel mit Kleidungstipps für Gerichtstermine. Leider finde ich den Link nicht mehr, nur einen Älteren. Der geschätzte Kollege Kury hat dem Stern einmal etwas zur Kleidung von Beate Zschäpe erzählt und zum Auftreten vor Gericht allgemein erzählt, siehe hier. Das Thema fand ich sehr schön, denn auch ich sage meinen Mandanten, dass sie bitte mi …
Im stern-Interview erläutert ein Rechtsanwalt die Rolle der Kleidung von Angeklagten.
Nicht nur beim Bewerbungsgespräch und beim Discobesuch, auch vor Gericht stellt sich die bange Frage: "Was soll ich bloß anziehen?" Wo die Grenze zwischen leger und anstößig verläuft und wie sie sich über die Jahrzehnte hinweg verschoben hat, zeigt Constantin Baron van Lijnden.
In Hamburg kam es kürzlich zu einer tödlichen Messerattacke, der IS behauptet, er sei für diese Tat verantwortlich. Bei der Tat ist der Angreifer vermutlich selbst verletzt worden. Die Ermittlungen laufen jedenfalls mit Hochdruck. Die Polizei hat nun Hamburger Ärzte gebeten, Patienten mit “passenden” Verletzungen zu melden.
Bei der tödlichen Messerattacke in Hamburg hat sich der Täter vermutlich selbst verletzt. Hamburger Ärzte wurden gebeten, Patienten mit entsprechenden Wunden zu melden. Das Vorgehen von Polizei und Ärztekammer stößt nun auf Kritik.
Die Hamburger Polizei hat im Fall des tödlichen Angriffs auf einen 16-Jährigen Tausende Ärzte gebeten, Männer mit Schnittverletzungen an der Hand zu melden. Zu der Tat gibt es ein IS-Bekennerschreiben.
In loser Reihenfolge berichtet der Kollege Hoenig über Anrufe auf seiner Notfallnummer. Das ist viel Schönes dabei. (Na, wer kennt das Känguru?) Notfall: Festnahme, Verhaftung, Durchsuchung Manchmal könnte ich schier ausflippen ob der Anrufe, die hier auf dem Handy eintrudeln. Für Menschen, die des Lesens kundig sind, steht auf den meisten Homepages von Strafverteidigern neben …
Ich verteidige einen jungen Mann wegen eines – vergleichsweise – harmlosen Vorwurfes. Der Mandant hatte schon im Ermittlungsverfahren zahlreiche Frage an mich, bei der nun bald stattfindenden Hauptverhandlung stellten sich im noch mehr Fragen, die ich ihm alle in Ruhe und verständlich erklärt habe.
Im Zusammenhang mit Drogen kann man sich viele Fragen stellen. Warum ist der Konsum von Alkohol erlaubt, der Besitz von Cannabis aber verboten? Warum gibt es große Unterschiede im Strafmaß in den verschiedenen Bundesländern? Wer auf seine Gesundheit achtet und sich ethisch ernähren möchte, der fragt sich vielleicht: “Sind Drogen vegan?” Zumindest begegnete mir diese Frage …
Eine umfassende Bildung der Blogleser liegt mir ja sehr am Herzen, daher heute mal ein Lesetipp. In zwei Wochen frage ich Sie dann ab. Vielleicht. Die Rechtspsychologin Julia Shaw hat ein Buch mit dem Titel “Das trügerische Gedächtnis” geschrieben. In dem Buch geht es – Sie ahnen es – um die Fehleranfälligkeit unseres Gedächtnisses und um falsche Erinnerungen. Frau Dr.
Das Urteil des Landgerichts, über das ich hier kurz berichtet hatte, heizt immer noch die Stimmung an. Menschen starten Petitionen, die das Ziel haben, eine härtere Strafe zu erreichen, die Kommentare zu dem Fall in den sozialen Medien sind teilweise abartig und widerlich. Etwas Rechtskunde am Sonntag Ich möchte mich nun gerne wie Sisyphos fühlen und etwas Rechtskunde unterrichten.
Eigentlich stören nur die Menschen in der traumhaften Südsee-Kulisse. Vor allem der immer bereite Ex-Innensenator Ronald Schill. Denn der lässt mal wieder nichts anbrennen.
Gestern ging in Hamburg ein Verfahren zu Ende, welches die Volksseele erhitzt. Ein junges Mädchen soll (ich schreibe soll, da die Verurteilung wohl nicht rechtskräftig ist) von vier jungen Männer missbraucht worden sein und dann in der Kälte in einem Hinterhof liegen gelassen worden sein. Eine 15-jährige soll die Tat mit dem Handy gefilmt haben.
Die Arme in Siegerpose hochgereckt, das Grinsen breit, der Gang betont machomäßig. Egal ob aus pubertärer Unsicherheit oder aus Überzeugung – der Auftritt der vier jungen Männer, die aus der U-Haft in den Gerichtssaal treten, ist schwer erträglich. Der älteste, Bosko P. ist 21 Jahre alt. Als er den Saal betritt, winken die Mitglieder seiner Groß…
Gegen meinen Mandanten wird wegen eines Sexualdeliktes ermittelt. Zunächst einmal hört sich das gruselig an und manch Leser wird dem armen Menschen die Pest an den Hals wünschen. Tatsächlich ist in rechtlicher Hinsicht allerdings schon sehr fraglich, ob sich der Mandant wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen überhaupt strafbar gemacht hat.
Gestern Abend lief in der ARD die Verfilmung von “Terror” von Ferdinand von Schirach. Der Sachverhalt ist kurz erzählt: Ein Major entscheidet sich, ein entführtes Flugzeug mit 164 Passagieren, welches in die voll besetzte Allianz Arena gestürzt werden soll, abzuschießen. Er wird wegen Mordes gem. § 211 StGB (Mordmerkmal “mit gemeingefährlichen Mitteln) angeklagt und..
Der Film "Terror – Ihr Urteil" bewegt die Deutschen Eine Mehrheit der Zuschauer würde einen Piloten freisprechen, der einen Jet abschießt, um Menschenleben zu retten Das sagt de
Mein letzter Blogeintrag im letzten Jahr handelte von meiner Nennung in dem Magazin “Top Anwälte” des Focus und auch in diesem Jahr hat es mich wieder erwischt. Ich bin quasi eine Top-Anwältin. Jepp. Massenhaft Kolleginnen und Kollegen waren offenbar der Ansicht, dass man mich guten Gewissens auf Mandanten im Strafrecht loslassen könne.
Liebe ehemalige Fans und Leser, ja, ich habe lange …
Auch mich hat es erwischt: Das Magazin Focus ist der Meinung, dass ich eine der Top-Anwälte für Strafrecht im Norden sei. In Norddeutschland sind außer mir nur männliche Kollegen vertreten, was sich hoffentlich bald ändert. Schließlich ist die Strafverteidigung keine rein männliche Domäne mehr. Es freut mich, dass ich neben so geschätzten Kollegen wie Carsten Hoenig, Christ …
Eine “Dummheit”, die richtig Geld kostet Im letzten Jahr wurde in Goslar in der Fußgängerzone ein aus Pflastersteinen gelegtes Hakenkreuz entdeckt. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig beantragte den Erlass eines Strafbefehls gegen zwei Männer. Einer der Männer akzeptierte den Strafbefehl, der andere legt Einspruch ein. “Ein ehemaliger Straßenbau-Auszubildender muss eine Geldstrafe von 1.
Im Spiegel gibt es seit einiger Zeit eine Serie, in der ein Volontär über seine Erfahrungen als Schöffe berichtet. In der heutigen Folge geht es um die direkte Ansprache der Schöffen durch die Verteidigung. “Zweiter Sitzungstag im Prozess gegen einen mutmaßlichen Drogenkurier, Schlussplädoyer der Verteidigung.
Die letzten Tage war es hier etwas ruhig, da ich zum einen von Gericht zu Gericht eilte und zum anderen meine Geburtstagsparty vorbereiten musste. Mensch, bin ich tatsächlich schon 30 geworden, das ging so schnell. *hüstel* Wer am Freitag einen Verteidiger gebraucht hätte, der wäre gut in Hamburg in der Nähe des Stadtparks aufgehoben gewesen.
Mord und Totschlag – Reformbedarf Am Wochenende war ich – wie viele Kollegen auch – auf dem 39. Strafverteidigertag in Lübeck. Interessant war nicht alles, auch wenn ich mit meiner Arbeitsgemeinschaft “Rollenverhalten in der Hauptverhandlung” sehr zufrieden war. Im Gegensatz zu den anderen Arbeitsgemeinschaften sind wir rumgelaufen, haben gebrüllt und geflüstert, uns ans Knie ge …
Die nicht erwünschte Zahlung einer Geldauflage Strafverteidiger als geldgierige Biester nehmen Geld von jedem und in jeder Situation. Wie sagte mal ein Kollege: “Bruto, netto, egal. Auf die Hand will ich es haben.” Etwas empfindlicher ist der Kinderschutzbund. Dieser möchte kein Geld von Herrn Edathy, dies sei ein falsches Signal.
5000 Euro sollte Sebastian Edathy nach der Einstellung des Verfahrens gegen ihn an den Kinderschutzbund Niedersachsen zahlen. Doch der will das Geld nicht annehmen. Moralisch sei das nicht vertretbar.
Mit der Aufklärung eines möglichen NS-Verbrechens beschäftigt sich momentan die Hamburger Staatsanwaltschaft. Eine 93-jährige Frau wurde von einer Nachbarin “verraten”, sie soll an den Todesmärschen beteiligt gewesen sein. Die Welt berichtet über die Renterin. “Jetzt, am Ende ihres Lebens, interessiert sich die Hamburger Staatsanwaltschaft für ihr Vorleben als KZ-Aufseherin.
Eine 93-jährige Nazi-Aufseherin wird angeklagt, verraten hat sie eine Nachbarin. Von Einsicht oder Reue ist nichts zu merken. Wie die Hamburger Staatsanwaltschaft ein NS-Verbrechen aufklären will.