Montagmorgen, 9:57 Uhr. Meine Sprechstunde beginnt gleich. Eigentlich wollte ich mir vorher noch einen Kaffee holen, aber ich bin zu spät. Die erste Studentin (nennen wir sie Lara) ist schon da – 3 Minuten zu früh. Ich fange heute also eher an. Und Lara legt direkt los: „Mein Studium macht mir im Moment irgendwie keinen Spaß mehr.
„Entschuldigung, aber…“ Der typische Satzanfang von vorsichtigen und verunsicherten Studenten. Egal, ob Frau oder Mann: Besonders intelligente, junge Menschen neigen dazu, sich zu entschuldigen. Beinah Reflexartig, ganz automatisch. Die Entschuldigungsrate ist wahnsinnig hoch und nimmt erstaunliche Ausmaße an: „Entschuldigung, aber das weiß ich nicht.“, „Entschuldigung, das ist meine Meinung.
10 von 10 Studenten bereiten ihre Unterlagen zur Prüfungsvorbereitung besonders auf. Sie schreiben Zusammenfassungen, sammeln alte Prüfungsaufgaben und legen sich den relevanten Stoff so zurecht, dass sie ihn schnell lernen können. Das Problem ist nur: Diese Lernunterlagen sind häufig schlecht. So richtig schlecht.
Hast du dich heute schon gemütlich hingesetzt und gelesen? Nein? Dann wird es aber höchte Zeit. Denn Lesen ist eine der wertvollsten Gewohnheiten, die du ausführen kannst. Wenn du liest, tauchst du in eine andere Welt ab. Deine Gedanken werden entfesselt; dein Bewusstsein erweitert. Du lernst dazu, wirst unterhalten oder schaffst es, für einen kurzen Moment aus deiner Realität auszubrechen.
Wann hast das letzte Mal deine To-do-Liste komplett abgearbeitet? Weißt du noch, wann du wirklich jeden Punkt durchstreichen konntest und danach keine einzige Aufgabe mehr in deinem Kopf herumgespukt ist? Kannst du dich überhaupt daran erinnern, es irgendwann einmal geschafft zu haben? Ich jedenfalls nicht.
„Für maximale Erholung soll ich eine Stunde arbeiten? Und das auch noch am Wochenende? Willst du mich verarschen?“ Langsam. Ich zeige dir gleich, worauf ich hinaus will. Zunächst aber: Ich kann deine Skepsis verstehen. Vielen Studenten ist ihr Wochenende heilig: Unter der Woche ist das Studium dran; Samstag und Sonntag stehen Ausschlafen, Partys und Freizeit auf der Tagesordnung.
Heute verstoße ich gegen eine goldene Uniregel. Ich missachte ein unausgesprochenes Gesetz; ich breche mit einem Kodex unter Hochschulangestellten, denn ich rate dir dazu, deine Vorlesung zu schwänzen. Warum? Weil viele Vorlesung schlecht, demotivierend und damit schlichtweg unnötig sind. Nicht alle – aber viele.
Es gibt Tage, an denen fühlt sich das eigene Studium wie eine nicht enden wollende Serie schlechter Ereignisse an. Katastrophe reiht sich an noch größere Katastrophe, auf Enttäuschungen folgen weitere Enttäuschungen – und ein Happy End ist nicht in Sicht. Wenn du deine persönliche Rückschau startest, siehst du nichts als triste Hörsäle, durchgelernte Nächte und schlecht ausgefallene Prüfungen.
Ein Studium läuft selten nach Plan ab – häufig ist sogar das Gegenteil der Fall. Studieren ist dann wie nach links und rechts zu schauen, bevor man über die Straße geht, um dann von einem Flugzeug getroffen zu werden. Klingt komisch, ist aber so. Doch leider werden die meisten Studenten auf ihre Zeit an der Uni nicht gut vorbereitet.
Die Vorlesung beginnt. Volle Konzentration, bitte. 3, 2, 1 uuund – sie ist weg. So oder ähnlich geht es fast allen Studenten, die sich in den Hörsaal schleppen, um den monotonen Worten ihres Dozenten zu lauschen. Natürlich gibt es Ausnahmen und gewiss ist nicht jede Univeranstaltung langweilig, aber ich wette, du besuchst mindestens eine Vorlesung pro Semester, die dich an …
Regeln sind wichtig, schon klar. Sie geben unserem Leben eine Struktur. Sie „regeln“ unser Zusammenleben und bilden die Grundlage für viele Bereiche in unserem Alltag. Ganz besodners gilt das für die Stationen auf unserem Bildungsweg – Kindergarten, Schule, Ausbildung, Hochschule. Insbesondere während der Schulzeit wirst du an ein enges Korsett an Regeln gewöhnt, das dir eine …
65 Prozent der Deutschen zwischen 20 und 29 Jahren sehen sich täglich eine Serie an. Dies geht aus einer repräsentativen Statista-Befragung aus dem letzten Jahr hervor – mittlerweile liegt der Wert wahrscheinlich noch höher. Doch was sagt uns das? Gut, fast zwei von drei Menschen schalten täglich den Fernseher ein oder nutzen Streaming-Dienste; das ist naheliegend.
Binge Watching ist im Zeitalter von Netflix kein neuer Begriff. Von "Binge Racing" – dem schnellstmöglichen Durchschauen ganzer Staffeln – haben aber die wenigsten gehört. Laut dem Streamingdienst haben bereits 8,4 Millionen Nutzer weltweit ein "Binge Race" durchgeführt.
Ich weiß, was du heute getan hast. Du hast gelesen. Gestern und vorgestern wahrscheinlich auch. Ich wette, du liest fast jeden Tag. Und ich bin mir fast sicher, dass du das meiste davon keine drei Minuten lang im Kopf behalten kannst. Keine Sorge, so geht es vielen Lesenden; und Studenten ganz besonders. Im Studium wirst du mit Texten nur so zugeworfen.
Hand aufs Herz: Bist du glücklich? Mit deinem Studium? Mit deinem Alltag? Mit deinem Leben? Viele Studenten sind es nicht. Sie bleiben täglich hinter ihren eigenen Erwartungen zurück, und ärgern sich über verpasste Chancen. Wir alle durchlaufen diese Phasen und es ist keine Schande, das offen zuzugeben.
Lehrbücher, Vorlesungsskripte, Übungsunterlagen: Während deines Studiums wirst du mit Literatur geradezu überhäuft. In Hochphasen lesen Studenten mehrere Stunden pro Tag – doch meistens lesen sie studienrelevante Fachinformationen. An sich ist das völlig in Ordnung und auch notwendig. Aber bei all der themenbezogenen Lektüre verengt sich schnell der Blick.
Wir tun es regelmäßig. Meistens allein. Manchmal morgens, manchmal abends. Nach dem Sport, vor dem Sex, während des Zähneputzens: Duschen. Und fast immer tun wir es kopflos – ohne Bewusstsein. Wir ziehen uns aus, seifen uns ein und lassen das Wasser an uns herunterperlen. Tag für Tag. Minuten für Minute.
7:15 Uhr: Dein Wecker klingelt. Verschlafen quälst du dich aus dem Bett. Am liebsten würdest du dich nochmal umdrehen – doch die Uni wartet. Mit heruntergezogenen Mundwinkeln machst du dich auf den Weg zur Vorlesung. Motivation? Fehlanzeige. Du schleppst dich durch den Tag und hoffst, dass die Zeit schnell vorübergeht. Deine Fächer interessieren dich nicht. Deine Kommilitonen auch nicht.
Viele Studienanfänger beginnen ihre Zeit an der Uni in dem Glauben, dass die Sache schon irgendwie laufen wird. Nur leider wird sie das nicht. Selbst dann, wenn du gut in der Schule warst und ein tolles Abitur in der Tasche hast, bedeutet das noch lange nicht, dass du auch erfolgreich studieren kannst.
Studienscheiss ist Deutschlands erste digitale Plattform für Studenten mit rechtlichen Problemen im Studium. Wir machen dein Studentenleben leichter! In Zusammenarbeit mit versierten Rechtsexperten bieten wir Beratung, Unterstützung und fertige Lösungen zum Download. Damit du dich voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren kannst: Das Studieren. Wer bloggt denn bitte über Antragswesen und Prüfungsrecht? Wir. Ohne Scheiß. Dafür aber mit umso mehr nützlichen Infos. Der saftigste Blog zum staubigsten Thema der Welt.
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