Carl Christian Müller

  • Wenn der Mandant mit Suizid droht…

    Rechtsanwalt Hoenig berichtet an dieser Stelle von einem Fall, in dem ein inhaftierter Mandant angesichts einer wohl eher ungünstigen Verfahrensprognose dem Verteidiger angekündigt hatte, sich selbst das Leben nehmen zu werden. Für den Strafverteidiger stellt sich die Frage, ob er dieses jemandem (wem?) mitteilen MUSS, SOLL oder er eine solche Mitteilung aufgrund der Verschwieg ...

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 240 Leser -
  • Wie die Polizei NICHT vernehmen sollte

    Dem späteren Mandanten wurden Fahren ohne Fahrerlaubnis und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vorgeworfen. Er ging zunächst davon aus, sich selbst verteidigen zu können. Nach den ersten beiden Hauptverhandlungsterminen wurde ihm dann indes derart mulmig zumute, daß er es doch vorzog, sich im weiteren Verfahren eines Verteidigers zu bedienen.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 500 Leser -
  • Kampf gegen Windmühlenflügel

    Die Erfahrung lehrt: Wenn ein Sachverständiger einmal einen Entschluß gefaßt hat, ist ein seeeehr langer Hebel erforderlich, ihn hiervon wieder abzubringen. Gleichwohl kann es sich auszahlen, nicht vorschnell aufzugeben. In einem kürzlich geführten Zivilverfahren sah sich mein Mandant, ein Handwerker alten Schlages, dem Vorwurf ausgesetzt, einen nicht ganz geringen Maschinensc ...

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 189 Leser -
  • Schlüssig und zweifelsfrei

    Die Polizei nimmt einen Verkehrsunfall auf und fertigt hierzu einen Aktenvermerk an, wonach der Unfallbeteiligte 01 sein Fahrzeug aus seiner Fahrspur heraus nach rechts gelenkt und hierbei das Kfz des neben ihm fahrenden Beteiligten 02 touchiert habe. Den Vorgang bewertet die Polizei wie folgt: „Der Unfallhergang ist schlüssig und zweifelsfrei.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 247 Leser -
  • Straftatbestände im Dutzend billiger?

    In einer Unfallsache erweckt das Verhalten des Unfallgegners meines Mandanten den Eindruck, er habe Straftatbestände und Ordnungswidrigkeiten sammeln wollen. So fuhr er nach Zeugenaussagen mit einer Geschwindigkeit, die bei etwa dem Dreifachen der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit gelegen haben soll. Er fuhr ein riskantes Überholmanöver, dessen Ausführung ihm letztlich mißlang.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 227 Leser -
  • Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

    Der Gegner wird anwaltlich vertreten und macht gegenüber meiner Mandantin einen Zahlungsanspruch geltend. Meine juristisch bewanderte Mandantin hatte dem gegnerischen Rechtsanwalt bereits außergerichtlich die Rechtslage dargelegt, aus der sich ergibt, daß seinem Mandanten kein solcher Anspruch zusteht. Der Gegner sah dies wohl anders und reichte unverdrossen Klage ein.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 456 Leser -
  • Bitte einfach auf den Verteidiger hören…

    Bisweilen ist es befremdlich, mit welcher Leichtigkeit aus Ermittlungsverfahren gegen Beschuldigte Anklagen konstruiert werden und diese dann auch noch zur Hauptverhandlung zugelassen werden. Ganz frisch stehen mir zwei Fälle vor Augen, in denen ein sorgfältigeres Lesen der Akte meinem Mandanten einige Aufregung hätte ersparen können.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 658 Leser -
  • „Wort für Wort“

    In einem Strafverfahren war ein Zeuge auf einen Dolmetscher angewiesen. Es entspann sich folgender sinngemäß wiedergegebener Dialog zwischen dem Richter und dem Sachverständigen: Richter: „Übersetzen Sie konsekutiv oder können Sie auch simultan übersetzen?“ Dolmetscher: „Ich kann wortwörtlich übersetzen.“ Richter: „Ich begrüße die wortwörtliche Übersetzung.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 548 Leser -
  • Polizeiliche Wahrnehmungen II

    Wieder wurde einem meiner Mandanten vorgeworfen, als Führer eines Kfz ein Mobiltelefon verwendet zu haben. Die Bußgeldakte enthielt einen polizeilichen Vermerk, wonach sich mein Mandant ein schwarzes Mobiltelefon ans Ohr gehalten habe. Er habe dies abgestritten und angegeben, sich mit der in der Hand gehaltenen Zigarettenschachtel am Kopf gekratzt zu haben.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 648 Leser -
  • Polizeiliche Vernehmung: Wie man es nicht machen sollte

    In einem Strafverfahren hatten Polizeibeamte – wie so häufig – verschiedene Zeugen zu vernehmen. Diese Zeugen hatten zuvor bereits einmal eine Aussage zu dem angeblichen Tatgeschehen getätigt, wobei dies allerdings außerhalb des Strafverfahrens erfolgt war. Ein entscheidendes Kriterium zur Bewertung der Glaubhaftigkeit einer Aussage ist deren Konstanz.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 542 Leser -
  • Plädoyer der Jugendgerichtshilfe

    An Strafverfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende wird die Jugendgerichtshilfe beteiligt, so daß ein Vertreter der Jugendgerichtshilfe dann auch regelmäßig an der Hauptverhandlung teilnimmt. Aufgabe der Jugendgerichtshilfe ist es unter anderem, für den Fall einer Verurteilung aufzuzeigen, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten und sollten.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 123 Leser -
  • Pssst! (Nicht) Verraten

    In einem Strafverfahren, bei dem die Zeugen überwiegend der Betäubungsmittel-Szene zuzuordnen waren, wurde unter anderem Zeuge Z vernommen, der meinen Mandanten bereits bei der Polizei belastet hatte. Ein „guter Bekannter“, der auch ein „sehr guter Bekannter“ meines Mandanten sei, habe Z berichtet, daß mein Mandant ihm die Tatbegehung gestanden habe. Diese Person sei zu 99% glaubwürdig.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 350 Leser -
  • Müssen „arme“ Schädiger weniger Schmerzensgeld zahlen?

    Seit nunmehr über sechzig Jahren geht die Rechtsprechung davon aus, daß bei der Bemessung des Schmerzensgeldes sowohl die Vermögensverhältnisse des Geschädigten als auch des Täters Berücksichtigung finden dürfen. Diese Rechtsprechung ist nicht unumstritten. Sollte etwa einer wohlhabenden Person bei einer Verletzung ein besonders hohes Schmerzensgeld zustehen, nur weil sich ein ...

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 321 Leser -
  • Wie gut kennt man eigentlich gute Bekannte?

    In einem Strafverfahren benannten mehrere Zeugen eine weitere Person, die etwas von dem angeklagten Sachverhalt wahrgenommen haben dürfte. Von der Polizei war diese Zeugin seinerzeit nicht erfaßt worden, wobei es möglich ist, daß sie beim Erscheinen der Polizei den Ort des Geschehens bereits verlassen hatte.

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 156 Leser -
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