Überfüllte Knäste in Sachsen

von Carsten R. Hoenig

Die Freie Presse berichtet über den Zustand der Justizvollzugsanstalten im Freistaat Sachsen:

Sachsens Gefängnisse platzen aus allen Nähten. 3.618 Menschen saßen dort Ende 2017 ein. Das sind so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. Deshalb müssen in den meisten Anstalten schon Zusatzbetten aufgestellt werden.

Auch das ist eine Folge hilfloser Politik, die meint, mit eine Law-And-Order-Strategie gelingt es, Probleme aus der Welt zu schaffen, indem man die Menschen wegschließt.

Denn nicht nur der Ausländeranteil hat sich nach Ministeriumsangaben innerhalb von drei Jahren auf etwa 30 Prozent verdoppelt. Auch die Sucht- und psychischen Erkrankungen haben zugenommen.

„Immer rein damit!“ scheint die Devise zu lauten. Das erinnert mich an das Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und fragt: „Kannst Du mich sehen?“

„Behandlungsvollzug“, also Unterstützung und Vorbereitung der Gefangenen in Hinblick auf eine Resozialisierung, findet nicht mehr statt.

Und: Auf der einen Seite, nimmt die Zahl der Insassen zu ...

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