Arbeitsrechtliche Gesichtspunkte bei M&A-Transaktionen

von Stefan Weste

Mergers & Acquisitions (M&A), Fusionen und Übernahmen, sind ein Sammelbegriff für Unternehmenstransaktionen, bei denen sich Gesellschaften zusammenschließen oder den Eigentümer wechseln. In diesem Bereich ist unter anderem das Arbeitsrecht von großer Bedeutung. Das liegt daran, dass die Menschen hinter dem Unternehmen, also die Geschäftsleitung, das Management und die Arbeitnehmer im Fokus der Verhandlung zwischen Käufer und Verkäufer des Unternehmens stehen, da sie maßgeblich ausschlaggebend für den Erfolg des Unternehmens sind. Zudem stellen die Lohn- und Gehaltskosten meist den höchsten Kostenpunkt des Unternehmens dar, weshalb dem Arbeitsrecht allgemein für Unternehmen eine große wirtschaftliche Bedeutung zukommt.

Bei einem M&A-Prozess stehen sich dabei die unterschiedlichen Interessen der Parteien gegenüber. Der Erwerber möchte für ihn wichtige Arbeitnehmer im Unternehmen halten und gleichzeitig wissen, ob die Voraussetzung für die spätere Umsetzung arbeitsrechtlicher Maßnahmen vorliegen. Sein Ziel ist eine erfolgreiche Integration des Unternehmens. Der Verkäufer strebt seinerseits an wirtschaftliche und rechtliche Risiken zu beseitigen um eine Stärkung seiner Verhandlungsposition zu erreichen.

Im folgenden Beitrag soll nun dargestellt werden, welche arbeitsrechtlichen Gesichtspunkte bei einer M&A-Transaktion zu beachten sind. Dabei wäre es eindeutig zu kurz gegriffen, erst in der Integrationsphase auf das Arbeitsrecht einzugehen. Bereits im Vorfeld einer Unternehmenstransaktion sollten vielfältige arbeitsrechtliche Fragen gestellt und geklärt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

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