Digitaler Striptease: Tipps für die nächste USA-Reise

von Dr. Datenschutz

Wer in die USA einreist, muss damit rechnen sich an der Grenze unfreiwillig digital auszuziehen. Wer das nicht möchte, wird im Zweifel wieder nach Hause geschickt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich für den Fall der Fälle vorbereiten können.

Land der unbegrenzten (Zugriffs)Möglichkeiten

So werden die USA gerne genannt und so bezeichnen sie sich auch selbst, die Klammer einmal außen vorgelassen. Ein jeder soll all die Freiheiten genießen können, die ihm so vorschweben. Mit diesem Bild der USA sind die meisten von uns aufgewachsen und viele bewundern es noch heute. Aber spätestens an der Grenze wird so mancher auf den Boden der Realität zurückgeholt. Denn was für den Einzelnen gelten soll, gilt erst recht für die Grenzkontrolleure der USA. Sie haben das Recht

  • nach den Zugangsdaten eines jeden Smartphones zu fragen,
  • können dabei digitale Konten durchwühlen und
  • einen bei Missachtung ihrer Anweisungen die Rückreise antreten lassen.
Müssen wir das hinnehmen?

Ja, aber. Wer in ein Land einreist, hat die dortigen Gesetze zu beachten und wird nach ihnen behandelt. Das heißt aber nicht, dass man sich nicht vorbereiten darf. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat jüngst auf der 34C3 ein paar Tipps zu Verhaltensweisen an der Grenze und danach präsentiert. Der einstündige Vortrag kann hier nachgeschaut werden. Die Tipps sind universell einsetzbar und natürlich auch bei Einreisen in andere Länder empfehlenswert. Denn die USA sind nicht das einzige Land, das solche Regeln an seinen Grenzen anwendet. Genannt werden können hier u.a. Russland, China und die Türkei. Aber auch in Großbritannien, Kanada und Australien gibt es ähnliche Regelungen für den Zugriff auf digitale Geräte.

Die Wahrscheinlichkeit an der Grenze aufgefordert zu werden, liegt momentan bei 1:13.000. Der Wert mag zunächst beruhigen, doch ist die Tendenz stark steigend. 2015 waren es noch 5.000 Durchsuchungen, 2017 schon 30.000 ...

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