Der Widerrufsjoker ist auch für Immobilienkredite zurück

… zumindest teilweise. So hatte sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass in einer Vielzahl von Immobilienkreditverträgen, die bis zum Jahr 2010 abgeschlossen wurden, fehlerhafte Widerrufsbelehrungen von Banken und Sparkassen verwendet wurden. Mit dem sog. „Widerrufsjoker“ konnten Kreditnehmer diese, oftmals teuren Darlehensverträge, dann auch Jahre nach Abschluss noch widerrufen, weil die Widerrufsfrist aufgrund der fehlerhaften Belehrung nicht in Gang gesetzt worden war.

Die Bankenlobby leistete dann jedoch „ganze Arbeit“, so dass der Gesetzgeber dieser Möglichkeit im Jahr 2016 einen Riegel vorschob. Nach der seinerzeit eingeführten gesetzlichen Regelung musste der Widerruf des bis zum 10. Juni 2010 geschlossenen Darlehensvertrages spätestens bis zum 21. Juni 2016 erklärt worden sein. Ein Widerruf nach diesem Datum war dann nicht mehr möglich, unabhängig davon, ob die Widerrufsbelehrung ordnungsgemäß oder fehlerhaft war.

Allerdings sind die Immobilienkredite, die zwischen Juni 2010 und März 2016 abgeschlossen wurden von der gesetzlichen Regelung nicht betroffen, so dass diese Darlehensverträge auch heute noch widerrufen werden können, wenn die Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist.

Wie das Manager Magazin nun berichtet wurden sowohl in Kreditverträgen der Sparkassen als auch der ING Diba und der DSL-Bank fehlerhafte Widerrufsbelehrungen auch in den Immobilienkreditverträgen zwischen Juni 2010 und März 2016 verwendet ...

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