Die Tücken im Arbeitsvertrag- Teil 1 – Allgemeines

von Stefan Weste

Arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beruhen häufig auf Fehlern, die zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses im Rahmen des Arbeitsvertrages gemacht wurden. Solche Fehler entscheiden auch über Erfolg und Misserfolg von gerichtlichen Verfahren, in der Regel zu Ungunsten des Arbeitgebers.

Nach wie vor erlebt man, dass überhaupt kein schriftlicher Arbeitsvertrag vorhanden ist oder sogenannte Musterarbeitsverträge ungeprüft aus dem Internet verwendet wurden. Genauso oft werden aber auch mit Klauseln völlig überfrachtete Arbeitsverträge benutzt, die inhaltlich keinen Nutzen für das tatsächliche Arbeitsverhältnis haben.

Fehler Nr. 1: Kein schriftlicher Arbeitsvertrag

Grundsätzlich unterliegt der Arbeitsvertrag keinem Schriftformerfordernis, kann also auch mündlich abgeschlossen werden kann. Eine Ausnahme hiervon gilt jedoch für befristete Arbeitsverhältnisse, die nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz zwingend der Schriftform bedürfen. Wird ein befristetes Arbeitsverhältnis mündlich vereinbart, so ist der Arbeitsvertrag als solcher wirksam, die Befristungsabrede hingegen nicht. Es entsteht daher automatisch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Wenngleich ein schriftlicher Arbeitsvertrag also nicht Voraussetzung eines wirksamen Arbeitsverhältnisses ist, so haben Arbeitnehmer/-innen dennoch einen Anspruch darauf, die wesentlichen Vertragsbedingungen in einem Schriftstück ausgehändigt zu bekommen. Geregelt ist dies im sogenannten Nachweisgesetz.

Fehler Nr. 2: Risiko Musterarbeitsvertrag

Zugegeben, das Internet ist eine schier unerschöpfliche Wissensquelle und man findet mit den richtigen Suchbegriffen unter anderem eben auch Musterarbeitsverträge. Wichtig zu wisse ist, dass es sich hierbei wirklich nur um Muster handelt, die keineswegs ungeprüfte übernommen werden sollten ...

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