Das VG Berlin und der Eichkatzerlkobel

von Liz Collet

Wissen Sie, was ein Eichkatzerlkobel ist?

In Berlin nennt man das Eichhörnchenkobel. Mit einem solchen muss sich das dortige Verwaltungsgericht in einem neckisch anmutendem Verwaltungsstreit eines Kleingartenpächters gegen das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, befassen. Schützenhilfe als Beigeladene bieten (vielleicht, mehr oder weniger und wohl eher nicht für Eichkatzerl und deren Baumhausarchitekten mit Faible für Eichkatzerlkobel) der Bezirksverband der Kleingärtner Schöneberg-Friedenau e.V.

Es geht um den Abriss eines Baumhauses in der Gartenkolonie Samoa in Berlin-Schöneberg.

Dort hat der Kläger auf einem auf dem Grundstück stehendem Pflaumenbaum ein Baumhaus errichtet. Das gefiel den Eichkatzerln so gut, dass sie dort ihrerseits einen Eichkatzerlkobel bauten. Zweifellos ahnten die kleinen Racker kaum, dass sie damit einmal Rechtsgeschichte schreiben könnten, weil dem Kleingartenverein das illegal errichtete Baumhaus beseitigen lassen will. Und sich just durch den besonders geschützten Eichkatzerlkobel rechtlich daran die Zähne ausbeissen könnte, wenn sie versuchen wollten, diese schwierige Nuss zu knacken:

Denn zwar erstritt der Kleingartenverein erstritt vor dem Landgericht Berlin ein Urteil gegen den Kläger, wonach dieser das illegal errichtete Baumhaus beseitigen muss ...

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