Das manipulierte Ranking

Verwirrt? Verletzt? Betrogen? Wenn Sie nach dem Artikel von Herrn RA Fischer jedes Vertrauen in das JuraBlogs-Ranking verloren haben, sollten Sie weiter lesen.

Kurz ein Rückblick

Das neue JuraBlogs-Ranking ist im März 2010 gestartet und an den Kriterien hat sich seit dem nichts wesentliches geändert.

Das Ranking basiert auf vier öffentlichen Faktoren:
- A: Leser pro Artikel (35%)
- B: Frequenz neuer Artikel (35%)
- C: Auf das Blog verweisende Links (15%)
- D: Vom Blog ausgehende Links (10%)

Dazu kommen 5% aus einem nicht-öffentlichen Faktor. Das wars. Ein einfaches Sortieren ist nach jedem Faktor mit einem Klick auf die Kopfzeile möglich. Mehr Lesestoff findet sich im oben verlinkten Blogeintrag.

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Kommentare zum Artikel von RA Fischer


Auffällig war, daß unser Blog sich auf dieser “ranking-Liste” der Blogs, die sich mit rechtswissenschaftlichen Themen beschäftigten, zunächst unter den ersten 5 Blogs bewegte. Kaufen kann man sich damit nichts, aber es ist schön, seine Arbeit gewürdigt zu sehen.

Dann folgte ein auffällig plötzlicher jäher “Absturz”, interessanter Weise in zeitlichem recht nahem Zusammenhang mit einem Artikel, in dem das Zusammenspiel von gewissen Anwälten im Verkehrsrecht mit gewissen Automobilvereinen sehr kritisch bewertet wurde, und bei dem eine Menge Angriffe durch gewisse Jurablogs-Teilnehmer, die rein zufällig auch zu der betroffenen Personengruppe gehörten, unter der Gürtellinie gestartet wurden.


Im neuen Ranking wurde das Blog von Herrn Fischer zwischen Mai 2010 und heute auf Plätzen zwischen 66 und 119 gelistet. Ich habe keine Daten vom März 2010, kann mir jedoch nicht erklären, wie das Blog auf Platz 5 eingestiegen sein sollte. Der von Herrn Fischer erwähnte Artikel ist vom 17.06.2010. Wie in der Grafik ersichtlich befand sich das Blog zu dem Zeitpunkt auf Platz 118. Von da an ging es - was das Ranking betrifft - aufwärts, nicht jedoch abwärts.


Es wurden nämlich ältere, erfolgreiche Beiträge einfach manuell herausgenommen.


Der Artikel ist mit seinen 245 Lesern nach wie vor bei JuraBlogs vorhanden. Generell werden keine Artikel ohne Grund entfernt. Sofern die Quelle "aus den oberen 10" etwas mehr Details hat, würden die mich brennend interessieren.


Unter die ersten 10 kommt man, indem man sich untereinander verlinkt (also z.B. Link Anwaltsblog1 auf Anwaltsblog2, und Anwaltsblog2 setzt einen Link zurück auf Anwaltsblog1), und dann wird ein fröhliches “Klick-Spielchen” gestartet.


Richtig. Unter die ersten 10 in Faktor C und D (ein- und ausgehende Links - zusammen 25% des Rankings) kommt man so. Sofern die "Klick-Spielchen" viele viele IP-Adressen, das ständige Löschen und Cookies und Wechseln von Browsern einbezieht, kann man auch den Faktor A geringfügig beeinflussen. Jedoch keine Chance für B und irgendwie klingt das alles in meinen Ohren auch recht aufwändig.

Ich bin immer offen für Diskussionen rund um das Ranking und JuraBlogs im Generellen. Ich bitte jedoch darum, vor dem Veröffentlichen von skandalösen Behauptungen etwas länger nachzudenken. JuraBlogs ist ein Projekt, das Spass machen soll. Das Ranking soll als Wegweiser dienen und erfüllt meines Erachtens nach diesen Zweck. Sicherlich dient es ab und zu als Motivation zum Verlinken und "kreativen Gestalten der Headlines". Als Zielscheibe für Verschwörungstheorien eignet es sich meiner Meinung nach jedoch nur sehr bedingt.


Ebenfalls lesenswert zum Thema:
Wie man es bei jurablogs unter die Top Ten schafft.
Gibt es ein fröhliches Klickspiel, oder: Wird beim Ranking manipuliert?
“Bloggergate” der Jurablogger?


Veröffentlicht: 18. März 2011


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Kommentare zu "Das manipulierte Ranking":

26. März 2011 von Daniel Gerwig — Einen Effekt scheint der unüberlegte Angriff ja zu haben, Faktor C dürfte erheblich steigen...