Raub

    • Das sogenannte Teilschweigen und seine Indizwirkung

      Dem Angeklagten steht es in jedem Verfahrensstadium frei, sich nicht zur Sache zu äußern. Macht er von seinem Schweigerecht Gebrauch, so darf das Gericht daraus keine nachteiligen Schlüsse ziehen. Liegt hingegen ein sogenanntes Teilschweigen vor, bei dem sich ein Angeklagter nur zu bestimmten Aspekten eines Geschehens äußert und andere Umstände der Sachverhaltsaufklärung verw ...

      strafrechtsbloggerin Strafrecht- 22 Leser -
  • Raub – und die vorher eingesetzte Gewalt

    … Nach § 249 Abs. 1 StGB wird derjenige bestraft, der mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen. Gewalt oder Drohung müssen dabei vom Täter als Mittel zur…

    Rechtslupein Strafrecht- 68 Leser -
  • Raub mit Todesfolge – und die Haftung des Mittäters

    … Eine Verurteilung wegen einer Straftat nach § 251 StGB setzt vorsätzliches Handeln voraus; nur hinsichtlich der schweren Folge genügt Leichtfertigkeit (§ 18 StGB). Hat bei einem Raub mit Todesfolge lediglich einer von mehreren Tatbeteiligten den qualifizierenden Erfolg verursacht, so sind die anderen gemäß § 251 StGB nur strafbar, wenn sich ihr…

    Rechtslupein Strafrecht- 39 Leser -


  • Beihilfe – zum Raub statt Diebstahl

    … Zwar ist allein eine andere rechtliche Einordnung der Haupttat unschädlich, sofern die vorgestellte Haupttat in ihrem Unrechtsgehalt von der tatsächlich begangenen nicht gänzlich abweicht1. Demgegenüber können einem Gehilfen aber nicht ohne weiteres qualifizierende Merkmale (etwa nach § 250 Abs. 1 oder Abs. 2 StGB) zugerechnet werden2; ebenso…

    Rechtslupein Strafrecht- 35 Leser -
  • Schüsse auf die fliehenden Räuber – und der fehlende Verteidigungswille

    … indes die mit der Verteidigung verbundene Beeinträchtigung des Angreifers in einem groben Missverhältnis zu Art und Umfang der aus dem Angriff drohenden Rechtsverletzung, so ist die Notwehr unzulässig5. Dies war angesichts des Umstands, dass die Raubtäter im Begriff waren, das Grundstück fluchtartig zu verlassen und die Beendigung der…

    Rechtslupein Strafrecht- 58 Leser -
  • Raub oder räuberischer Diebstahl?

    … verwirklicht wurde. In diesem Fall verdrängt der zur Sicherung der Beute aus dem vorhergehenden Raub begangene besonders schwere räuberische Diebstahl den Tatbestand des § 249 StGB1. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 14. Oktober 2015 – 5 StR 385/15 vgl. BGH aaO; Urteil vom 18.04.2002 – 3 StR 52/02, NStZ 2002, 542 Rn. 6, BGHR StGB § 249 Abs. 1 Konkurrenzen 4 und § 252 Konkurrenzen 1 …

    Rechtslupein Strafrecht- 36 Leser -
  • Wenn die Polizei leichtes Spiel hat

    … Ein zunächst unbekannter Räuber machte es den Polizisten in Hildesheim besonders leicht, dessen Identität zu ermitteln. Der 31-jährige Straßenräuber hat aus Versehen seinen Namen und seine Wohnanschrift am Tatort (!) hinterlassen. Zuvor hatte er eine 81-jährige Renterin in der Fußgängerzone überfallen und ihre Handtasche weggenommen. Als er…

    Andreas Stephan/ Justillon - kuriose Rechtsnachrichtenin Strafrecht- 197 Leser -
  • Der beendete Raub – oder: wenn die Maske in der Garage liegt

    … Ein Raub ist beendet, wenn der Täter ausreichend sichere Verfügungsgewalt über die Beute erlangt hat1. Es hängt von den Umständen des Einzelfalles ab, wann dies anzunehmen ist. Im hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall hatten die Haupttäter bereits den Tatort mit der Beute verlassen und ihre Maskierung unter einer Garage versteckt, als…

    Rechtslupein Strafrecht- 151 Leser -
  • Wenn der Freier sein Geld zurück will…

    … fand er das Geld jedoch nicht. Die anschließende verbale und tätliche, sich auf der Straße fortsetzende Auseinandersetzung wurde durch das Eingreifen von Passanten beendet. Die Verurteilung wegen versuchten Raubes hielt sachlichrechtlicher Prüfung des Bundesgerichtshofs nicht stand: Die Urteilsgründe enthalten keine die Feststellungen tragende…

    Rechtslupein Strafrecht- 275 Leser -
  • Erpressung – Gewalt oder Drohung?

    … auszuschließen1. Eine Erpressung kann auch durch Drohung mit einem empfindlichen Übel begangen werden (§ 253 Abs. 1 StGB). Dabei kann ein schlüssiges Handeln ausreichend sein, wenn der Täter das angedrohte empfindliche Übel durch ein bestimmtes Verhalten genügend erkennbar macht2. Besteht das konkludent angedrohte empfindliche Übel in unmittelbar drohenden…

    Rechtslupein Strafrecht- 93 Leser -


  • Der Diebstahl nach einer Vergewaltigung ist kein Raub…

    … © eyetronic Fotolia.com „Der Diebstahl nach einer Vergewaltigung ist kein Raub…“. Das ist die Kern- bzw. die auf den Punkt gebrachte Aussage des BGH, Beschl. v. 28.07.2015 – 2 StR 109/15. Das LG hatte den Angeklagten wegen wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit Raub und Körperverletzung zu verurteilt. Grundlage war ein Tatgeschehen, bei dem…

    Detlef Burhoff/ Burhoff online Blogin Strafrecht- 170 Leser -
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