Raub

  • Schwerer Raub – Schläge gegen den Kopf und die Frage des Vorsatzes

    …§ 250 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. b StGB setzt zumindest bedingten Vorsatz des Täters in Bezug auf den Eintritt der konkreten Gefahr des Todes voraus1. Es versteht sich indes weder von selbst, dass der Angeklagte die Möglichkeit erkannte, den Geschädigten durch die “heftigen Schläge gegen Oberkörper und Kopf…

    Rechtslupein Strafrecht- 49 Leser -
  • Raub = Nötigung + Wegnahme

    …Für die raubspezifische Einheit von qualifizierter Nötigung und Wegnahme ist maßgeblich, ob es zu einer – vom Täter erkannten – nötigungsbedingten Schwächung des Gewahrsamsinhabers in seiner Verteidigungsfähigkeit oder bereitschaft gekommen ist. In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall besuchte der Täter eines Morgens seine Mutter. Spätestens nach Beendigung eines gemeinsamen ……

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  • Raub – und die finale Verknüpfung zwischen Gewalt und Wegnahme

    … Fesselung, Bewusstlosigkeit oder verletzungsbedingter Wehrlosigkeit beruht9. Die je nach Konstitution und Persönlichkeit des Opfers unterschiedlichen Reaktionen auf die Gewalthandlung des Täters sind für das Fortbestehen eines Finalzusammenhangs ohne Relevanz. Der Finalzusammenhang war daher gegeben. Über den Finalzusammenhang hinaus müssen Nötigung und…

    Rechtslupein Strafrecht- 44 Leser -
  • Das sogenannte Teilschweigen und seine Indizwirkung

    … Dem Angeklagten steht es in jedem Verfahrensstadium frei, sich nicht zur Sache zu äußern. Macht er von seinem Schweigerecht Gebrauch, so darf das Gericht daraus keine nachteiligen Schlüsse ziehen. Liegt hingegen ein sogenanntes Teilschweigen vor, bei dem sich ein Angeklagter nur zu bestimmten Aspekten eines Geschehens äußert und andere Umstände…

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  • Raub – und die vorher eingesetzte Gewalt

    … Nach § 249 Abs. 1 StGB wird derjenige bestraft, der mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen. Gewalt oder Drohung müssen dabei vom Täter als Mittel zur…

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  • Raub mit Todesfolge – und die Haftung des Mittäters

    … Eine Verurteilung wegen einer Straftat nach § 251 StGB setzt vorsätzliches Handeln voraus; nur hinsichtlich der schweren Folge genügt Leichtfertigkeit (§ 18 StGB). Hat bei einem Raub mit Todesfolge lediglich einer von mehreren Tatbeteiligten den qualifizierenden Erfolg verursacht, so sind die anderen gemäß § 251 StGB nur strafbar, wenn sich ihr…

    Rechtslupein Strafrecht- 41 Leser -
  • Beihilfe – zum Raub statt Diebstahl

    … wenig ein Raub, wenn nur ein Einbruchsdiebstahl gemäß den §§ 242, 243 Abs. 1 Nr. 1 StGB geplant war3. Nichts anderes kann für eine über einen Wohnungseinbruch hinausgehende räuberische Erpressung gelten, da schon die Straferwartung des § 249 Abs. 1 StGB (ein Jahr bis 15 Jahre) den gegenüber dem § 244 Abs. 1 StGB (sechs Monate bis zehn Jahre…

    Rechtslupein Strafrecht- 39 Leser -
  • Schüsse auf die fliehenden Räuber – und der fehlende Verteidigungswille

    … indes die mit der Verteidigung verbundene Beeinträchtigung des Angreifers in einem groben Missverhältnis zu Art und Umfang der aus dem Angriff drohenden Rechtsverletzung, so ist die Notwehr unzulässig5. Dies war angesichts des Umstands, dass die Raubtäter im Begriff waren, das Grundstück fluchtartig zu verlassen und die Beendigung der…

    Rechtslupein Strafrecht- 63 Leser -


  • Raub oder räuberischer Diebstahl?

    … verwirklicht wurde. In diesem Fall verdrängt der zur Sicherung der Beute aus dem vorhergehenden Raub begangene besonders schwere räuberische Diebstahl den Tatbestand des § 249 StGB1. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 14. Oktober 2015 – 5 StR 385/15 vgl. BGH aaO; Urteil vom 18.04.2002 – 3 StR 52/02, NStZ 2002, 542 Rn. 6, BGHR StGB § 249 Abs. 1 Konkurrenzen 4 und § 252 Konkurrenzen 1 …

    Rechtslupein Strafrecht- 36 Leser -
  • Wenn die Polizei leichtes Spiel hat

    … Ein zunächst unbekannter Räuber machte es den Polizisten in Hildesheim besonders leicht, dessen Identität zu ermitteln. Der 31-jährige Straßenräuber hat aus Versehen seinen Namen und seine Wohnanschrift am Tatort (!) hinterlassen. Zuvor hatte er eine 81-jährige Renterin in der Fußgängerzone überfallen und ihre Handtasche weggenommen. Als er…

    Andreas Stephan/ Justillon - kuriose Rechtsnachrichtenin Strafrecht- 200 Leser -
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