Raub



  • Raub – und die finale Verknüpfung zwischen Gewalt und Wegnahme

    … Fesselung, Bewusstlosigkeit oder verletzungsbedingter Wehrlosigkeit beruht9. Die je nach Konstitution und Persönlichkeit des Opfers unterschiedlichen Reaktionen auf die Gewalthandlung des Täters sind für das Fortbestehen eines Finalzusammenhangs ohne Relevanz. Der Finalzusammenhang war daher gegeben. Über den Finalzusammenhang hinaus müssen Nötigung und…

    Rechtslupein Strafrecht- 43 Leser -
  • Das sogenannte Teilschweigen und seine Indizwirkung

    … Dem Angeklagten steht es in jedem Verfahrensstadium frei, sich nicht zur Sache zu äußern. Macht er von seinem Schweigerecht Gebrauch, so darf das Gericht daraus keine nachteiligen Schlüsse ziehen. Liegt hingegen ein sogenanntes Teilschweigen vor, bei dem sich ein Angeklagter nur zu bestimmten Aspekten eines Geschehens äußert und andere Umstände…

    strafrechtsbloggerin Strafrecht- 77 Leser -
  • Raub – und die vorher eingesetzte Gewalt

    … Gewalt zu anderen Zwecken nur zeitlich nach, ohne dass eine solche finale Verknüpfung besteht, so scheidet ein Schuldspruch wegen Raubes aus2. Gemessen an diesen Maßstäben ist die erforderliche finale Verknüpfung zwischen Gewaltanwendung und Wegnahmehandlung im hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall nicht belegt. Zur Zeit der Anwendung der…

    Rechtslupein Strafrecht- 69 Leser -
  • Raub mit Todesfolge – und die Haftung des Mittäters

    … Eine Verurteilung wegen einer Straftat nach § 251 StGB setzt vorsätzliches Handeln voraus; nur hinsichtlich der schweren Folge genügt Leichtfertigkeit (§ 18 StGB). Hat bei einem Raub mit Todesfolge lediglich einer von mehreren Tatbeteiligten den qualifizierenden Erfolg verursacht, so sind die anderen gemäß § 251 StGB nur strafbar, wenn sich ihr…

    Rechtslupein Strafrecht- 40 Leser -
  • Beihilfe – zum Raub statt Diebstahl

    … wenig ein Raub, wenn nur ein Einbruchsdiebstahl gemäß den §§ 242, 243 Abs. 1 Nr. 1 StGB geplant war3. Nichts anderes kann für eine über einen Wohnungseinbruch hinausgehende räuberische Erpressung gelten, da schon die Straferwartung des § 249 Abs. 1 StGB (ein Jahr bis 15 Jahre) den gegenüber dem § 244 Abs. 1 StGB (sechs Monate bis zehn Jahre…

    Rechtslupein Strafrecht- 39 Leser -
  • Schüsse auf die fliehenden Räuber – und der fehlende Verteidigungswille

    … indes die mit der Verteidigung verbundene Beeinträchtigung des Angreifers in einem groben Missverhältnis zu Art und Umfang der aus dem Angriff drohenden Rechtsverletzung, so ist die Notwehr unzulässig5. Dies war angesichts des Umstands, dass die Raubtäter im Begriff waren, das Grundstück fluchtartig zu verlassen und die Beendigung der…

    Rechtslupein Strafrecht- 63 Leser -
  • Raub oder räuberischer Diebstahl?

    … verwirklicht wurde. In diesem Fall verdrängt der zur Sicherung der Beute aus dem vorhergehenden Raub begangene besonders schwere räuberische Diebstahl den Tatbestand des § 249 StGB1. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 14. Oktober 2015 – 5 StR 385/15 vgl. BGH aaO; Urteil vom 18.04.2002 – 3 StR 52/02, NStZ 2002, 542 Rn. 6, BGHR StGB § 249 Abs. 1 Konkurrenzen 4 und § 252 Konkurrenzen 1 …

    Rechtslupein Strafrecht- 36 Leser -
  • Wenn die Polizei leichtes Spiel hat

    … Ein zunächst unbekannter Räuber machte es den Polizisten in Hildesheim besonders leicht, dessen Identität zu ermitteln. Der 31-jährige Straßenräuber hat aus Versehen seinen Namen und seine Wohnanschrift am Tatort (!) hinterlassen. Zuvor hatte er eine 81-jährige Renterin in der Fußgängerzone überfallen und ihre Handtasche weggenommen. Als er…

    Andreas Stephan/ Justillon - kuriose Rechtsnachrichtenin Strafrecht- 198 Leser -


  • Der beendete Raub – oder: wenn die Maske in der Garage liegt

    … Tat mit der Fahndung im Stadtgebiet begonnen hatten, ist den Feststellungen nicht zu entnehmen. Danach stellt sich die Handlung des Angeklagten nicht als sukzessive Beihilfe, sondern als sachliche Begünstigung der Täter gemäß § 257 Abs. 1 StGB dar. Bundesgerichtshof, Urteil vom 17. Juni 2015 – 2 StR 139/14 vgl. Fischer, StGB 62. Aufl., § 249 Rn. 16 …

    Rechtslupein Strafrecht- 151 Leser -
  • Wenn der Freier sein Geld zurück will…

    … Kann ein Freier es sich – vor Leistungserbringung – anders überlegen und sein Geld zurückverlangen bzw. sich selbst wieder zurückholen? In dem hier entschiedenen Fall kam der Angeklagte mit der Geschädigten überein, dass diese an ihm Oralverkehr vornehmen solle. Der Angeklagte übergab ihr das hierfür vereinbarte Entgelt in Höhe von 20 €. Nachdem…

    Rechtslupein Strafrecht- 277 Leser -
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