Räuberische Erpressung

    • Der Angeklagte ist verdächtig … ja warum eigentlich?

      Es kommt gelegentlich vor, daß sich ein Angeklagter fragt, wie es passieren konnte, daß er auf der Anklagebank gelandet ist. Ebenfalls nicht selten kommt es vor, daß ein Strafverteidiger ein gewisses Maß an Empörung darüber zum Ausdruck bringt, daß gegen seinen Mandanten angesichts der eher schwachen Beweislage überhaupt Anklage erhoben worden ist.

      Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 366 Leser -
    • Weggestoßen vom Geldautomaten

      Stößt jemand einen Bankkunde, der seine Bankkarte in den Geldausgabeautomaten eingeschoben und seine Geheimnummer eingegeben hatte; vom Automaten weg, wählt einen Auszahlungsbetrag (hier: von 500 €) und entnimmt das vom Geldautomaten ausgegebene Bargeld, um sich zu Unrecht zu bereichern, so liegt hierin Raub gemäß § 249 Abs. 1 StGB liegt nicht vor.

      Rechtslupe- 163 Leser -
  • Besonders schwere räuberische Erpressung – und die Frage des minder schweren Falls

    … Angeklagten einen deutlich geringeren “Unrechtsgehalt” – offenbar im Vergleich zur Aburteilung auf der Grundlage des allgemeinen Strafrechts – beigemessen hat, erweist sich dies nicht als durchgreifender Rechtsfehler. Der äußere Unrechtsgehalt einer von jugendlichen oder heranwachsenden Tätern verübten Tat unterscheidet sich zwar nicht von dem bei…

    Rechtslupe- 28 Leser -
  • Nötigung zur Herausgabe von Betäubungsmitteln

    … erfülle daher nicht den Tatbestand einer Erpressung1. Der strafbare Besitz von Betäubungsmitteln, so die Argumentation des 2. Strafsenats, sei kein durch Strafrecht zu schützendes Rechtsgut. Die gleichzeitige Strafdrohung wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln (§ 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG) und gegen denjenigen, der dem…

    Rechtslupe- 21 Leser -


  • Das gewaltsam erzwungene Pfand

    … in Fällen liegen, in denen der Täter irrig vom Bestehen einer Forderung ausgeht2. Ungeachtet des Umstands, dass ein Gläubiger auch bei Bestehen einer fälligen und einredefreien Forderung von Rechts wegen nicht berechtigt ist, den Schuldner zur Herausgabe eines Sicherungsmittels zu nötigen, scheidet eine Strafbarkeit wegen Erpressung in der Regel aus…

    Rechtslupe- 110 Leser -
  • Schwere räuberische Erpressung – und die Zahlungsfrist bis zum Jahresende

    … Zwischen dem Nötigungsmittel der Gewalt und der beabsichtigten Vermögensverfügung dürfte es am erforderlichen Finalzusammenhang fehlen, wenn die Forderung nach Zahlung (hier: von 2.500 €) erst nach dem Gewalteinsatz (hier: Gummihammer, Schläge) erhoben wurde und das Opfer die Summe auch nicht unmittelbar im zeitlichen Zusammenhang mit der…

    Rechtslupe- 61 Leser -
  • Der erpresste Dealer

    …Wer einen Rauschgifthändler oder kurier mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zur Herausgabe von Drogen nötigt, um sich oder einen Dritten zu Unrecht zu bereichern, macht sich der räuberischen Erpressung schuldig. Die Rechtsordnung kennt im Bereich der Vermögensdelikte kein wegen seiner Herkunft, Entstehung oder Verwendung schlechthin schutzunwürdiges ……

    Rechtslupe- 80 Leser -
  • Räuberische Erpressung – und die Angst vor erneuter Gewaltanwendung

    …Die räuberische Erpressung (§§ 253, 255 StGB) erfordert ebenso wie der Raub (§ 249 StGB) einen finalen Zusammenhang zwischen dem Nötigungsmittel und der von dem Opfer vorzunehmenden vermögensschädigenden Handlung. Eine konkludente Drohung genügt; sie kann sich grundsätzlich auch daraus ergeben, dass der Täter dem Opfer durch sein Verhalten zu verstehen ……

    Rechtslupe- 72 Leser -
  • Neues vom zweiten Strafsenat: Verbotener Besitz von Drogen ist kein Vermögen

    … würde. Allein Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) kämen in Betracht. Hintergrund der Anfrage: Der zweite Senat des BGH hat ein Revisionsverfahren ausgesetzt, in dem er über die Strafbarkeit eines Trios wegen räuberischer Erpressung entscheiden muss. Die drei drogensüchtigen Angeklagten hatten einen Drogendealer mit Gewalt und unter…

    strafrechtsblogger- 198 Leser -


  • Räuberische Erpressung – und die Ausnutzung der Zwangslage

    … Zwischen der Bemächtigungslage und der beabsichtigten Erpressung muss ein funktionaler und zeitlicher Zusammenhang in der Weise bestehen, dass der Täter das Opfer (oder einen Dritten) während der Dauer der Zwangslage erpressen will. Denn der Zweck der Regelung des § 239a StGB besteht gerade darin, das Entführen oder Sichbemächtigen deshalb…

    Rechtslupein Strafrecht- 49 Leser -
  • Strafrechtliches Rätsel zur Mittagsstunde V

    … verlassen. M habe sie daran gehindert. Es sei zu einem Gerangel gekommen, bei dem M gewaltsam versucht habe, wieder in den Besitz des Schlüssels zu gelangen, welches ihm indes nicht gelungen sei. Beide Beteiligten erlitten im Zuge des Gerangels leichte Blessuren. Die Staatsanwaltschaft hatte M insoweit wegen räuberischen Diebstahls (§§ 249, 253, 255 StGB) angeklagt, so daß ihm eine Mindest-Freiheitsstrafe von einem Jahr drohte. Es folgt die klassische Klausurfrage: Wie hat sich M strafbar gemacht? RA Müller …

    Carl Christian Müller/ Kanzlei und Recht- 347 Leser -
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