Mordmerkmal

  • Mordmerkmal: Ermöglichungsabsicht

    … Für das Mordmerkmal “Ermöglichungsabsicht” ist es erforderlich, dass sich die Täter für die (bedingt) vorsätzliche Tötungshandlung entschieden haben, um auf diese Weise die spätere Straftat (hier: des Raubes) schneller oder leichter begehen zu können1. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 14. März 2017 – 2 StR 370/16 vgl. Fischer, StGB, 64. Aufl…

    Rechtslupe- 74 Leser -


  • Verdeckungsmord – und die bereits begangenen Misshandlungen

    … davor begangenen Einzelakte nicht zu einer anderen Tat2. In diesem Fall macht allein das Hinzutreten der Verdeckungsabsicht die davor begangenen Einzelakte nicht zu einer anderen Tat2. Anders ist die Rechtslage nur dann zu beurteilen, wenn zwischen einer vorsätzlichen Tötungshandlung und einer mit Verdeckungsabsicht vorgenommenen weiteren…

    Rechtslupe- 82 Leser -
  • Mord – und die Verdeckungsabsicht

    … In Verdeckungsabsicht handelt, wer als Täter das Opfer tötet, um dadurch eine vorangegangene Straftat als solche oder auch Spuren zu verdecken, die bei einer näheren Untersuchung Aufschluss über bedeutsame Tatumstände geben könnten1. Die Absicht der Verdeckung einer anderen Tat erfordert keine Überlegung des Täters im Sinne eines abwägenden…

    Rechtslupe- 42 Leser -
  • Kudammraser wegen Mordes verurteilt – Einschätzung zum Urteil

    … Mordmerkmal des gemeingefährlichen Mittels angeht, bestehen aus meiner Sicht keine Probleme. Vernünftigerweise kann man den Tätern aber meiner Meinung nach keinen Vorsatz dahingehend unterstellen, dass durch ihr Rennen jemand zu Tode kommen sollte. In ihrer maßlosen Selbstüberschätzung gingen sie gerade davon aus, dass schon alles gut gehen werde…

    Fernsehanwaltin Strafrecht- 490 Leser -
  • Heimtücke – auch ohne Arglosigkeit?

    …Die Rechtsprechung hat den Grundsatz, dass Heimtücke die Arglosigkeit des Angegriffenen bei Tatbeginn voraussetzt, für Ausnahmefälle modifiziert1. Ein solcher Ausnahmefall liegt zum Beispiel vor, wenn der Täter das Opfer mit Tötungsvorsatz in einen Hinterhalt lockt, um eine günstige Gelegenheit zur Tötung zu schaffen, und die entsprechenden…

    Rechtslupe- 65 Leser -
  • Mord – und das gemeingefährliche Mittel im Straßenverkehr

    …Das Mordmerkmal der Tötung mit gemeingefährlichen Mitteln ist erfüllt, wenn der Täter ein Mittel zur Tötung einsetzt, das in der konkreten Tatsituation eine Mehrzahl von Menschen an Leib und Leben gefährden kann, weil er die Ausdehnung der Gefahr nicht in seiner Gewalt hat. Dabei ist nicht allein auf die abstrakte ……

    Rechtslupe- 99 Leser -
  • Die Arg- und Wehrlosigkeit der Polizei

    …Heimtückisch handelt, wer eine zur Tatzeit beim Opfer bestehende Arg- und Wehrlosigkeit bewusst zur Tat ausnutzt. Arglos ist, wer sich eines Angriffs nicht versieht; wehrlos ist derjenige, dessen Verteidigungsfähigkeit aufgehoben oder erheblich eingeschränkt ist. Die Wehrlosigkeit muss sich als Folge der Arglosigkeit darstellen1. In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall ……

    Rechtslupein Strafrecht- 134 Leser -
  • Prüfungswissen: Der Tatbestand des Mordes, § 212, 211 StGB

    … StGB Es muss ein anderer Mensch getötet worden sein. 2. Objektive Mordmerkmale des § 211 II 2. Gruppe a) Heimtückisch handelt, wer – in feindseliger Willensrichtung (streitig) – die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst zur Tötung ausnutzt. Arglos ist, wer sich bei Beginn des ersten mit Tötungsvorsatz geführten Angriffs keines erheblichen…

    examensrelevantin Strafrecht- 83 Leser -
  • Mord zur Ermöglichung eines Schwangerschaftsabbruchs III

    … Das Mordmerkmal „zur Ermöglichung einer anderen Tat“ kann auch in Form eines tateinheitlich begangenen Schwangerschaftsabbruchs erfüllt werden. Dies war im letzten Jahr so bereits vom 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs so entschieden worden1. Dagegen hatte der 2. Strafsenat – wie er jetzt schreibt „in Unkenntnis der dadurch hervorgerufenen…

    Rechtslupein Strafrecht- 49 Leser -


  • Die Heimtücke als Mordmerkmal bei einem schutzbereiten Dritten

    … Für die Heimtücke reicht bereits die Ausnutzung der Arg- und Wehrlosigkeit eines schutzbereiten Dritten aus Das Landgericht Limburg an der Lahn stellte fest, dass die Angeklagte aufgrund einer Überforderung ihr zwei Wochen altes Kind im Jahre 2006 getötet hatte. Bei der Obduktion wurden jedoch keine Hinweise auf einen unnatürlichen Tod gefunden…

    RA Dr. Böttnerin Strafrecht- 71 Leser -
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