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Privatinsolvenz: Kurz erklärt.
Die Privatinsolvenz ist ein vereinfachtes Verfahren, um die Zahlungsunfähigkeit einer verschuldeten Privatperson offenzulegen und
deren Gläubigern zumindest einen forderungsanteiligen Ausgleich anbieten zu können. Um eine Privatinsolvenz beantragen zu können,
darf der Schuldner keine selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit ausführen oder ausgeführt haben.
Der Prozess der Privatinsolvenz verläuft in mehreren Schritten. Im ersten Schritt muss ein Schuldenbereinigungsplan erstellt und
mit diesem eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern angestrebt werden. Dieser Plan enthält alle Regelungen zur anteiligen
Schuldentilgung und muss von allen vorhandenen Gläubigern akzeptiert werden.
Falls die Einigung nicht zustande kommt, kann der Schuldner ein Verbraucherinsolvenzverfahren beantragen. Das Insolvenzgericht
prüft dann die Erfolgsaussichten des Schuldenbereinigungsplans und bietet diesen bei zufriedenstellendem Ergebnis erneut den
Gläubigern an. Scheitert auch dieser Versuch, so wird in der nächsten Phase der Privatinsolvenz das vereinfachte
Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet. Das pfändbare Vermögen des Schuldners wird anteilig an die Gläubiger ausgeschüttet.
Grundsätzlich zielt die Privatinsolvenz darauf ab, nach Ablauf einer sogenannten Wohlverhaltensphase die Restschuldbefreiung des
Schuldners zu gewährleisten. Der Schuldner muss während dieser Zeit bestimmte Auflagen erfüllen und vor allem keine neuen Schulden
anhäufen. Verstößt er gegen diese Vorschriften, gilt das Verfahren als gescheitert. Die Restschuldbefreiung kann aber auch im
Vorhinein versagt werden, wenn bestimmte Gründe hierfür vorliegen. Grundsätzlich zielen diese darauf ab, das vorbildliche Verhalten
und die Glaubwürdigkeit des Schuldners im Insolvenzverfahren sicherzustellen. Verletzungen der Auskunftspflicht würden
beispielsweise die Restschuldbefreiung verhindern.
- Privatinsolvenz: Auswahl an Top-Meldungen
beck-blog | 18. Mai 2012 — Manche Unterhaltsschuldner versuchen sich ihren Unterhaltspflichten dadurch zu entledigen, dass sie den Unterhalt nicht zahlen, anschließend in die Privatinsolvenz gehen und darauf hoffen, nach der Wohlverhaltensphase Restschuldbefreiung zu erhalten. Aber: Ausgenommen von der Restschuldbefreiung sind gemäß § 304 InsO Verbindlichkeiten des …
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ent-schuldigung.de | 8. Februar 2012 — ... Privationsolvenz (Verbraucherinsolvenz) ist die Restschuldbefreiung. Die Privatinsolvenz ist dabei ein stark formalisiertes Verfahren. Diese Darstellung des Ablaufs einer Privatinsolvenz zeigt die wesentlichen Verfahrensabschnitte, enthält ... . Lesen Sie auch : Kosten einer Privatinsolven…
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