Zwischenfall im Bosch-Werk in Bamberg - 101 Verletzte
am 18.07.2008 von http://www.reuters.com
München (Reuters) - Nach einem Zwischenfall im Bamberger Werk des Autozulieferers Robert Bosch mussten am Freitag mehr als 100 Arbeiter ärztlich behandelt werden.
81 der 101 Betroffenen seien wegen Übelkeit, Kopfschmerzen, Augenreizungen und Atembeschwerden zwischenzeitlich in ein Krankenhaus gebracht worden, teilten Polizei und Bosch mit. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, zehn Mitarbeiter seien noch unter medizinischer Beobachtung, würden aber vermutlich bald entlassen werden. Schwerverletzte gab es nicht.
Der Konzern, dessen Produktion in Bamberg für mehrere Stunden stillstand, betonte, aus ärztlicher Sicht könne nicht von einem Chemieunfall durch Austritt von Gasen oder Dämpfen gesprochen werden. Die Ursache für die Beschwerden stehe noch nicht fest und solle von einem externen Labor ermittelt werden. Auslöser war ein Tauchbad, in dem Werkstücke mit einem Korrosionsschutzmittel behandelt werden, hieß es in einer Mitteilung. Die Polizei hatte am Morgen noch von freigesetzten Dämpfen und einer unbekannten chemischen Reaktion gesprochen. Eine Gefährdung der Umwelt habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, hieß es weiter.
In dem Werk werden Düsen für die Dieseleinspritztechnik gefertigt, die zum Schutz vor Korrosion eingeölt werden. Bosch hat rund 8000 Mitarbeiter in Bamberg, 160 davon waren während des Zwischenfalls in der Nacht anwesend. Für sie habe aber keine lebensbedrohliche Situation bestanden, betonte Bosch.
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