Zweiter Prozess gegen Todesfahrerin erneut ausgesetzt

Eine 68-jährige Autofahrerin, die eine Rentnerin auf einem Supermarktparkplatz überfahren und getötet hat, ist am Montag erneut vergeblich vor dem Würzburger Landgericht erschienen. Auch im zweiten Anlauf konnte der Prozess um ihre dauerhafte Unterbringung in die Psychiatrie nicht beendet werden. Die 2. Strafkammer setzte die Verhandlung nach fünfstündiger Verhandlung aus, ab Ende Juli muss der Fall zum dritten Mal neu aufgerollt werden.

Die Richter müssen darüber entscheiden, ob die wegen Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr rechtskräftig zu fünf Jahren Gefängnis verurteilte Angeklagte dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Die 68-Jährige hat am 26. Januar 2007 eine gehbehinderte Rentnerin auf einem Supermarkt-Parkplatz in Ochsenfurt vorsätzlich mit dem Auto angefahren und überrollt. Das 84-jährige Opfer starb noch am Unfallort, die Fahrerin wurde wegen der Tat am 7. Februar 2008 verurteilt.

Die Revision der Verteidigung führte dazu, dass sich das Landgericht noch einmal mit dem Fall beschäftigen muss. Schuldspruch und Freiheitsstrafe sind rechtskräftig, die Begründung der Einweisung der Täterin in die Psychiatrie hielt der Bundesgerichtshof für nicht ausreichend. Das Landgericht ging in seinem Urteil davon aus, dass die Angeklagte wegen einer paranoiden Persönlichkeitsstörung für di…

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Themen: Juristisches , Opfer

Erschienen 10. Mai 2010 auf http://www.woetzel-online.info/.

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