Zur Kontrolle redewütiger Mandanten

Im Vorprozess hat der Kläger sich wohl mangels anderer Beweismittel auf die Parteivernehmung des Beklagten berufen. Das Gericht hatte diesen befragt und teilte daraufhin mit, dass es alle Fragen gestellt habe, die Antworten des Beklagten aber den Beweis nicht erbracht hätten und die Sache daher abweisungsreif sei.

Der Beklagte, noch im Zeugenstand, meldet sich. Sein Rechtsanwalt rollt die Augen, winkt seine Hand runter. “Lassen Sie jetzt mal die Richter reden”. Es folgt ein böser Blick des Rechtsanwalts bis dann schließlich die Hand nach unten geht.

Der Klägervertreter, der nicht so früh aufgeben wollte, teilte mit, dass er dann selbst noch einige Fragen an den Beklagten habe und fing an diesen zu befragen.

Er fragte nach konkreten Fakten, eher im Stil einer Ja/Nein Frage.

Beklagter: “Da muss ich etwas weiter ausholen…”

Beklagtenvertreter: “Nein, müssen sie nicht, beantworten Sie die Frage mit Ja oder Nein!

Er will eigentlich erzählen, schluckt es runter. Sagt Ja, sagt nein.

Der Klägervertreter fragt nach ein paar Daten.

Beklagter: “Da muss ich gerade mal überlegen! Das ist schwer zu sagen. Also wenn man sich jetzt noch mal die ganze Geschichte wie folgt bewußt macht!

Beklagtenvertreter (laut): Das Datum! Nur das Datum! Wenn es es nicht wissen, dann sagen Sie das!

Es bildet sich …

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Themen: Rechtsanwalt , Kontrolle , Kanzleialltag , Mandant , Tiger , Parteivernehmung

Erschienen 23. Juni 2010 auf http://www.rechtsanwalt-news.de.

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