Zur Haftung eines Autowaschanlagenbetreibers bei Spoilerabriss

Das geliebte Auto musste mal wieder vom Straßenstaub befreit werden. Freilich staunte der Kfz-Halter nicht schlecht, als der Reinigungsvorgang in der Waschstraße beendet war: Die gründlich arbeitenden rotierenden Bürsten hatten den Flitzer nicht nur des Schmutzes entledigt, sondern auch des schicken Heckspoilers. Dies könne nur daher rühren, dass die Waschanlage falsch eingestellt gewesen sei. Sie habe mit zu starkem Druck gearbeitet - Argumente, mit denen der Autobesitzer Ersatz der Reparaturkosten vom Anlagenbetreiber forderte.

Weder bei diesem, noch bei Amts- (Az.: 12 C 462/04) und Landgericht (LG) Coburg, Beschlüsse vom 19.07.2006 und 4.08.2006 (Az.: 32 S 61/06; rechtskräfig), drang er damit durch. Mit Hilfe eines technischen Sachverständigen überzeugten sich die Richter davon, dass die Waschanlage zum Unfallzeitpunkt ordnungsgemäß funktionierte. Weitergehende Sorgfaltspflichten, so beide Gerichte, habe der Beklagte nicht verletzt. Zwar müsse der Waschstraßenbetreiber dafür sorgen, die Fahrzeuge seiner Kunden vor Schäde…

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Rechtsgebiet: Haftungsrecht

Erschienen 14. August 2006 auf http://info.folkertjanke.de.

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