Zur Entschädigung und Schadensersatz wegen geschlechtsspezifischer Diskriminierung bei der Beförderung

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat in der Sitzung vom heutigen Tage (Az.: 15 Sa 517/08) einer Klägerin, die geltend gemacht hat, wegen ihres Geschlechtes bei einer Beförderungsentscheidung diskriminiert worden zu sein, Entschädigung und Schadensersatz zugesprochen.

Das Landesarbeitsgericht ist dabei davon ausgegangen, dass eine Statistik über die Geschlechtsverteilung auf den einzelnen Hierarchieebenen als Indiz für eine Geschlechtsdiskriminierung herangezogen werden kann. Im konkreten Falle hat es den Umstand, dass sämtliche 27 Führungspositionen (bei einer Verteilung von 2/3 Frauen in der Belegschaft) nur von Männern besetzt waren, als ausreichendes Indiz gelten lassen. Da der Arbeitgeber keine Stellenausschreibung oder sonstige schriftlich dokumentierte Auswahlkriterien habe vorlegen können, habe er die Indizien nicht widerlegt. Er könne sich dann auch nicht darauf berufen, dass die Klägerin nicht die am besten geeignete Bewerberin gewesen sei. Als Schadensersatz hat das Landesarbeitsgericht die Vergütungsdifferenz zu derjenigen Position, und zwar auch unbegrenzt für die Zukunft, zugesprochen, in die die Klägerin nicht befördert worden war.

Wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts hat das Landesarbeitsgericht darüber hinaus eine Entschädigung wegen immaterielle…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Arbeitsgericht , Schadensersatz , Berlin Brandenburg , Landesarbeitsgericht Berlin , Schadenersatz Entschädigung

Erschienen 26. November 2008 auf http://info.folkertjanke.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren
Auch zu Schadenersatz Entschädigung:

Zur Entschädigung und Schadensersatz wegen geschlechtsspezifischer Diskriminierung bei der Beförderung

Recht und Alltag | 26. November 2008 — Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat in der Sitzung vom heutigen Tage (Az.: 15 Sa 517/08) einer Klägerin, die gelt…

LAG Berlin-Brandenburg spricht Entschädigung und Schadensersatz wegen geschlechtsspezifischer Diskriminierung bei der Beförderung …

Handakte WebLAWg | 2. Dezember 2008 — Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat in der Sitzung vom heutigen Tage einer Klägerin, die geltend gemacht hat, wegen…

LArbG Berlin-Brandenburg: Entschädigung wegen diskriminierender Beförderungsentscheidung

anwalt-kiel.com | 28. November 2008 — Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg - 15 Sa 517/08 - hat einer Klägerin, die geltend gemacht hat, wegen ihres Geschlechtes…

Beförderung: Entschädigung und Schadenersatz bei geschlechtsspezifischer Diskriminierung

Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 19. Februar 2009 — Wird eine Arbeitnehmerin wegen ihres Geschlechts bei einer Beförderungsentscheidung diskriminiert, hat sie einen Anspruch auf …

Viele Männer sind ein Beweis! Keine Gehörlose aber nicht?

Kanzlei Menschen und Rechte | 27. November 2008 — Dass eine Frau nicht befördert wurde, sondern an ihrer Stelle ein Mann Personalleiter wurde, kommt ein im Bereich des Inkassowe…

LAG Berlin-Brandenburg: Schadensersatz wegen geschlechtsspezifischer Diskriminierung bei der Beförderung aufgrund statistischen Gu…

spam-abwehren.de | 12. Januar 2009 — Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat in einer aktuellen Entscheidung einer Klägerin Entschädigung und Schadensersatz fü…

Arbeitsrecht: AGG: Besetzung von Führungspositionen nur mit Männern kann zur Geschlechterdiskriminierung führen!

Meyer-Köring v.Danwitz | 5. Mai 2009 — Rechtsstreitigkeiten zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hängen überwiegend mit unerlaubten Stellenanzeigen und/oder …

LAG Berlin: Schwanger = Diskriminierung ?

Rechtblog | 2. November 2006 — Das Landesarbeitsgericht Berlin hat am 19.10.2006 die Klage einer leitenden Mitarbeiterin auf Schadensersatz wegen geschlechtsspez…

LAG Berlin: Diskriminierung bei Beförderung - Beweis per Statistik

andreas-buschmann.net | 9. Dezember 2008 — Kann die Diskriminierung bei der Beförderung durch Statistik belegt werden? Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg bejahte…

Männlicher Bewerber statt schwangerer Bewerberin befördert - keine Diskriminierung

andreas-buschmann.net | 9. November 2006 — Die Arbeitnehmerin machte Schadensersatz wegen einer Benachteilung aus geschlechtsspezifischen Gründen mit der Begründung gelte…

Bernhard Kohl Radprofi

Bernhard Kohl, Radprofi bei Gerolsteiner