Unfallversicherung muss Maximalversorgung leisten
Lichtenrader Notizen | 23. November 2005 — Eine Unfallversichertehatte im Jahr 1943 als Jugendliche bei Arbeiten in der Landwirtschaft einen bei einer land- und forstwir…
Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung ist in der gesetzlichen Unfallversicherung eine Heilbehandlung nur dann auf Festbeträge beschränkt, wenn es sich um das für den Versicherten geeignete Mittel handelt. Der sozialen Rehabilitation kommt eine gleichwertige Bedeutung zu. Der persönliche Lebensbereich des Versicherten ist zu berücksichtigen, wenn er in die Gesellschaft hineinwirkt und die Tätigkeit auch unter Nicht-Behinderten üblich ist.
Bei einem Schreinermeister war eine berufsbedingte Lärmschwerhörigkeit durch die zuständige Berufsgenossenschaft anerkannt. Seit 1995 war er mit Hörgeräten versorgt. Seit vielen Jahren ist der Kläger als Dirigent ehrenamtliches Mitglied im Blasorchester seines Heimatortes und bildet junge Musiker aus. Im Jahre 2004 verlangte der Kläger von seiner Berufsgenossenschaft, ihn mit besonderen Hörgeräten zu versorgen, deren Kosten erheblich über dem Festbetrag für Hörgeräte liegen. Er brauche diese Hörgeräte für die Dirigenten- und Ausbildertätigkeit in dem Orchester. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Kostenübernahme ab. In Anbetracht des Ausmaßes der Hörbehinderung des Klägers genüge eine Versorgung mit Hörgeräten nach den Festbeträgen für das “normale” Leben in der Gesellschaft . Die Tätigkeit im Blasorchester sei ein Hobby des Klägers und dem privaten Bereich zuzuordnen. Wenn er für diese sehr spezielle private Tätigkeit besonders hochwertige Hörgeräte brauche, könne sie die Mehrkosten nicht übernehmen.
Schon das Sozialgericht Koblenz hat die Berufsgenossenschaft zur Kostenübernah…
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