"Durchschnittliche Anforderungen" auf dem juristischen Arbeitsmarkt
Jurabilis | 22. Februar 2008 — § 1 der Verordnung über eine Noten- und Punkteskala für die erste und zweite juristische Prüfung mit dem eingängigen Kürzel "Ju…
In diesen Tagen starten wieder zahlreiche Fakultäten mit der juristischen Ausbildung. Die Hamburger Morgenpost - zweifelsohne Qualitätspresse - hat sich zu Beginn des ersten Semesters in Hamburg unter dem Arbeitstitel Warum, zum Teufel, studiert Ihr Jura? mit einigen Studienanfängern unterhalten. Die Resultate reichen von erschütternd über grenzwertig bis unterhaltsam. Zuerst soll jedoch die Redaktion zu Wort kommen. Natürlich bleibt auch diese nicht vorurteilsfrei und offenbart gleich zu Beginn: Jura ist ein hartes und dröges Studium. Richtig. Und die Erde ist eine Scheibe. Meistens hört man den Vorwurf des drögen Studiums von Leuten, die nach zwei Semestern noch keinen Schein in der Tasche hatten und sich dann doch lieber für ansprechendere Studienfächer wie "Soziale Arbeit" eingeschrieben haben. Daher stammt sicherlich auch die profunde Kenntnis der Redaktion vom juristischen Arbeitsmarkt: [...] am Ende wartet auf Juristen die Zweiklassengesellschaft: Steht ein Vollbefriedigend im Examen, ist die steile Karriere sicher. Alles darunter bedeutet: Kampf um einen Job. Während die Erfolgreichen von Großkanzleien mit Topgehältern gelockt werden, fahren andere trotz Examens Taxi. Unvergessene Jagdszenen - nicht nur am Times Square, sondern auch in Bielefelds Fußgängerzone - hinter den Kandidaten mit "Vollbefriedigend" im Examen (wirklich nur in einem?) her. Wenn es zum Taxischein übrigens ebenfalls nicht gereicht hat, kann man immer noch "Journalist" bei der Hamburger Morgenpost werden. Sei es drum, lassen wir die Hauptdarsteller - aus Gründen des "Welpenschutzes" (überwiegend) unkommentiert - zu Wort kommen (etwaige Hervorhebungen durch den Verfasser). Die Morgenpost greift hier auf das ansprechende Stilmittel der "Fotostrecke" zurück, den meisten noch bekannt aus der "Bravo": Fleiß zahlt sich aus! Ich war schon in der Schulzeit sehr zielstrebig, ich werde auch im Studium mein Bestes geben. teilt uns Sophie mit, die nach eigener Auskunft von ihrem Ex-Freund ins juristische Studium gebracht wurde. Differenzierter sieht das Ole: Ich wollte eigentlich Reporter werden, für die Journalistenschulen hat es nicht gereicht, jetzt bin ich hier! Wenn es nicht bis zum Bundesrichter reicht, dann probiere ich es im Journalismus wieder. Das können wir nicht unkommentiert lassen: wenn es für die Journalistenschulen nicht reicht - bei der MoPo nimmt man solche Leute mit Handkuss (siehe oben). Für den Posten als Bundesrichter muss er allerdings noch ca. 30 Semester absitzen, sofern § 125 Abs. 2 GVG nicht bald zu seinen Gunsten geändert wird. Doch nicht nur die Aussicht auf den Posten als "Bundesrichter" scheint…
» Vollständiger ArtikelErschienen 16. Oktober 2010 auf http://www.jurabilis.de.
Jurabilis | 22. Februar 2008 — § 1 der Verordnung über eine Noten- und Punkteskala für die erste und zweite juristische Prüfung mit dem eingängigen Kürzel "Ju…
Jurabilis | 7. Juni 2010 — Spiegel-Online berichtet über eine interessante Entwicklung: Seminare für Studienabbrecher. Hoffentlich hat sich der folgende Dial…
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Jurabilis | 9. Juni 2006 — Wie viele selbstständige Anwälte oder Notare sich am Rande des Existenzminimums oder mit Zweitjobs durchschlagen müssen oder ga…
Jurabilis | 11. August 2008 — Der Blog ist nun seit 3 Tagen online und in der Zeit hab ich mich ordentlich an die Tastatur gehängt. Zeit für eine Zwischenbil…
minirep - Jura verstehen lernen | 2. November 2011 — Die ersten Wochen im neuen Semester liegen hinter euch und während viele mit den Gedanken bereits beim Staatsexamen sind oder s…
JURAAA!DE | 21. März 2006 — Wieder haben mich einige Fragen zum Jurastudium erreicht, die ich - wie immer aus meiner ganz persönlichen Sicht - hier beantworte…
Jurakopf | 1. Oktober 2008 — Ich habe das Heft “Juristische Ausbildung - für Erstsemester” nun ganz durchgelesen und kann den Erstsemestern guten Gewissens …
ElbeBlawg | 19. Juli 2007 — Hallo zusammen , Ich bin zwar erst 13Jahre , aber wollte trozdem schon mal fragen und wissen ,also wenn man Jura Studiert hat…
Während in Deutschland viele Rechtsabsolventen darben müssen, können sich die Abgänger von renommierten amerikanischen Law Schools vor Avancen kaum retten. Die Stufen der Karriereleiter: Aufnahmeprüfung schaffe
Jura ist ein hartes und dröges Studium. Warum tut man sich so was an? Die MOPO hat sich unter den Erstsemestern mal umgehört und