Zu Österreichs Freiheit und der Erinnerung daran
am 06.04.2005 von http://lawworld.blogspot.com
Fünf Jahre nach dem 13. März 1938, jenem Tag des Finis Austriae, an dem, abweichend von den frommen Wünschen des weichenden Präsidenten Miklas, Gott Österreich zu schützen nicht vermochte, begann in Moskau die Geschichte der Zweiten Republik. In der Hauptstadt der damaligen Sowjetunion wurde von Vertretern der USA, Großbritanniens, der UdSSR und Chinas am 1. November die Moskauer Deklaration verabschiedet.
Diese sah im Wesentlichen die Wiedererrichtung Österreichs als selbständige Republik vor, machte Österreich aber darauf aufmerksam (...), daß es für die Beteiligung am Kriege auf Seiten Hitlerdeutschlands Verantwortung trägt, der es nicht entgehen kann. Ein frühes Zeichen dafür, dass die Rolle Österreichs als Opfer nicht die einzige historische Überlieferung war.
Unabhängigkeit
Sieben Jahre nach dem Finis Austriae konnte schließlich der Neubeginn gewagt werden: Noch bevor der Zweite Weltkrieg am 7. und 9. Mai 1945 mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht endete, proklamierten Karl Renner (SPÖ), Adolf Schärf (SPÖ), Leopold Kunschak (ÖVP) und Johann Koplenig (KPÖ) als Vertreter alller antifaschistischen Parteien Österreichs am 27. April 1945 die Unabhängigkeit Österreichs.
Unter Bedachtnahme darauf, dass der Anschluß des Jahres 1938 (…) durch militärische Bedrohung von außen und den hochverräterischen Terror einer nazifaschistischen Minderheit eingeleitet, (...) einer wehrlosen Staatsleitung abgelistet und abgepreßt (…) worden ist erklärten sie, dass die demokratische Republik Österreich wiederhergestellt und im Geiste der Verfassung von 1920 wieder zu errichten sei. Trotz pflichtgemäßer Erwägung der Moskauer Verantwortungsklausel wurde betont, dass die nationalsozialistische Reichsregierung Adolf Hitlers (...) das macht- und willenlos gemachte Volk Österreichs in einen sinn- und aussichtlosen Eroberungskrieg geführt hat, den kein …
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