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Zu hohe Aufwandsentschädigung

am 06.12.2007 von http://www.woetzel-online.info/

Wegen zehn Fällen der gewerbsmäßigen Untreue hat das Amtsgericht einen 43-jährigen Geschäftsmann zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Der ehemalige Geschäftsführer der Marketinggesellschaft von "Special Olympics Deutschland" mit Sitz in Würzburg hatte sich zu hohe Aufwandsentschädigungen für seine ehrenamtliche Tätigkeit genehmigt. Über seinen Vater, der in der Behindertensportbewegung sehr aktiv ist, kam der Angeklagte zu dem ehrenamtlichen Posten in der Marketinggesellschaft. Vor den dritten nationalen Spielen für behinderte Sportler 2002 in Frankfurt sollte die GmbH Sponsorengelder in Höhe von 250.000 Euro akquirieren und verwalten, mit denen die Spiele finanziert werden sollten. Sitz der Gesellschaft war in Würzburg, wo zum damaligen Zeitpunkt auch der gemeinnützige Verein „Special Olympics Deutschland“ unter seinem Präsidenten Professor Peter Kapustin ansässig war. Der Angeklagte kam aus Berlin und fand als selbstständiger Geschäftsmann eine neue berufliche Heimat in Aschaffenburg. Von dort aus kümmerte er sich auch ehrenamtlich um die Geschäftsführung der Marketing-GmbH. Bis zu achtzig Prozent seiner Arbeitszeit habe er in den Jahren 2001 und 2002 in diese Tätigkeit gesteckt, betonte der 43-Jährige. „Ich habe immer an die Idee geglaubt und mich dafür eingesetzt“, sagte er vor Gericht.Allerdings genehmigte er sich auch teilweise Vorschüsse auf seine Aufwandsentschädigung in fünfstelliger Höhe, die so nicht vereinbart waren. „Er musste ja von irgend etwas leben“, meinte sein Vater. Angeklagt waren über 30 Fälle in den Jahren 2001 bis 2004, verurteilt wurde der Geschäftsführer am Ende noch wegen zehn Fällen mit einem Gesamtschaden von rund 65.000 Euro. Die zuviel entnommen Beträge der übrigen Fälle hat er …

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Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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