ZPO-Änderung: Mahnanträge von Anwälten ab dem 1.12.08 nur noch in maschinell lesbarer Form zulässig

Wie der Deutsche Anwaltverein (DAV) in der Mitteilung vom 12.06.2008 berichtet, tritt am 1.12.2008 die die Änderung des § 690 Abs. 3 ZPO (in Art. 10 Nr. 8, Art. 28 Abs. 2 des 2. Justizmodernisierungsgesetzes vom 22.12.2006, BGBl. I 2006, S. 3416) in Kraft. Danach werden Mahnanträge von Rechtsanwälten nur noch in maschinell lesbarer Form zugelassen. Weiterhin in Papierform eingereichte Anträge von anwaltlichen Prozessvertretern werden ab diesem Zeitpunkt vom zuständigen Mahngericht als unzulässig zurückgewiesen (§ 691 Abs. 1 ZPO). Auf eine Härteregelung wurde explizit verzichtet. Rechtsbeistände werden von dem Gesetz nicht erfasst, dagegen soll diese Vorschrift auch für Rechtsanwälte gelten, die in eigener Sache tätig werden, sowie für Inkassounternehmen. Maschinell lesbar im Sinne des Gesetzes sind: • elektronische Datenträger (regelmäßig Disketten; andere Datenträger wie z.B. Magnetbandkasseten und Magnetbänder nur noch bei einigen wenigen Mahngerichten, da es sich um veraltete Medien handelt; andere Speichemedien wie USB-Sticks, CD-ROMs und Speicherkarten können für den Datenaustausch nicht genutzt werden) • die elektronische Übermittlung der Antragsdaten per EGVP (elektronisches Gerichts- und Verwalt…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Zpo , Zeitpunkt
Rechtsgebiet: Zivilrecht

Erschienen 15. Juni 2008 auf http://lawgical.jura.uni-sb.de/.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Mahngericht Hamburg Fax: Mahngericht Hamburg - unerreicht

RA J. Melchior, Wismar | 20. Dezember 2008 — Das Mahngericht Hamburg publiziert „Informationen für Rechtsanwälte im Hinblick auf die zum 01.12.2008 eintretende Nutzungsve…

Elektronische Mahnverfahren

Handakte WebLAWg | 22. Dezember 2008 — Häufig besteht Unsicherheit über der Umstellung auf das elektronische Mahnverfahren. Es wird zwar in allen Bundesländern bereit…

Rechtsanwaltspflicht: Signaturkarte und der Frust eines Anwalts

DPMS INFO | 14. Februar 2005 — Euphorisch hatte ich letztes Jahr in einem Aufsatz über die theoretischen Möglichkeiten der Signaturkarte der Rechtsanwaltskammern…

Mahngericht Hamburg Antrag: Zentrales Mahngericht gibt Quellcodes frei

Rechthaber | 2. Februar 2009 — Das Amtsgericht Coburg - Zentrales Mahngericht für Bayern - hat den Quellcode für die Erstellung von Papieranträgen mit Barcode…

Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfächer

Streitsache / Blog | 4. Dezember 2004 — Beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und beim Bundesfinanzhof in München können ab sofort Schriftsätze und andere Dokumente in…

Mitdenken wäre nett gewesen

RA J. Melchior, Wismar | 21. Juli 2009 — Ab dem o1.12.2008 dürfen Rechtsanwälte Mahnbescheide ausschließlich in maschinell lesbarer Form beantragen (§ 690 Abs. 3 S. 2 Z…

Wer hat Angst vor EDA?

Rechthaber | 1. September 2008 — Elektronisches Mahnverfahren für 598 Euro! Oder doch lieber für 55 Cent? “Ab 1.12.2008 können Mahnbescheide von Anwälten nur noc…

Egvp Windows 7: Und es geht doch: EGVP unter Windows 7

Anwalt bloggt | 10. Dezember 2009 — Das elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach EGVP ist eine schöne Sache, erleichtert es doch dem Anwalt – und bei rich…

Handelsregister Qualifizierte Signatur: Elektronische Einreichung von Rechtsmitteln beim BFH ohne qualifizierte Signatur

Rechtslupe | 13. Mai 2009 — Rechtsmittel und andere bestimmende Schriftsätze können derzeit an den BFH elektronisch übermittelt werden, ohne dass die Verwe…

EDV-GT: Arbeitskreis "Anwalt 2010"

LAWgical | 19. September 2008 — Nach der Eröffnung der Vortragsrunde durch Herrn Dr. Thomas Lapp wurde das Wort weiter an Herrn Huillier gereicht, der die Notwend…

mahngerichte.de - Startseite