Bericht: Union gegen völlige Steuerbefreiung für CO2-arme Autos
Reuters | 5. Januar 2009 — Berlin (Reuters) - Die Unionsparteien wollen einem Zeitungsbericht zufolge bei einer künftig am Schadstoffausstoß orientierten …
Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung will nach einem Zeitungsbericht die Fahrer großer Autos bei der geplanten Kfz-Steuerreform begünstigen.
Das sehe ein Kompromissvorschlag des Finanzministeriums vor, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" vorab aus ihrer Donnerstagausgabe. Danach müssten künftig ausgerechnet große Spritschlucker weniger Kraftfahrzeug-Steuer zahlen als bisher.
Wie die Zeitung berichtete, wären internen Berechnungen der Bundesregierung zufolge für eine Luxuslimousine vom Typ Audi A 8 - mit 4,1-Liter-Maschine und einem Kohlendioxid-Ausstoß von 249 Gramm je Kilometer - vom 1. Juli an nicht mehr 648 Euro Steuern fällig, sondern nur noch 558 Euro. Grund für die Erleichterung sei die geplante Konstruktion der Steuer, die sich künftig nach Emissionen und Hubraum richten solle. Danach sollten zwar alle Neuwagen künftig je nach CO2-Ausstoß besteuert werden, so dass Besitzer von Autos mit hohem Verbrauch mehr zahlen als solche, die sparsame Autos fahren. Doch bei besonders großen Autos werde die Mehrbelastung durch Nachlässe an anderer Stelle mehr als ausgeglichen.
Die Pläne seien auf Regierungsebene schon weit gediehen, hieß es in dem Bericht weiter. Das Finanzministerium wollte sich gegenüber der Zeitung nicht äußern. Es gebe noch keine endgültig abgestimmte Regierungsposition, wird ein Ministeriumssprecher zitiert. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ist der Zeitung zufolge nicht bereit, den Koalitionskompromiss so zu billigen.
Erschienen 22. Januar 2009 bei http://www.reuters.com.
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