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Zahnarzt hortete Dollar-Noten, Putzfrau griff zu

am 16.02.2007 von http://www.woetzel-online.info/

Weil sie sich nicht nur als Putzfrau, sondern auch als Langfinger betätigte, landete eine 20-jährige Würzburgerin auf der Anklagebank. Sie hatte bei ihrem Arbeitgeber in mindestens zehn Fällen Bargeld mitgehen lassen und wurde deshalb vom Amtsgericht Würzburg am Donnerstag wegen gewerbsmäßigem Diebstahl nach Jugendstrafrecht zu 180 Stunden sozialen Hilfsdiensten verurteilt. Die Gelegenheit war zu verlockend: In unregelmäßigen Abständen putzte die 20-Jährige stundenweise im Haus eines offenbar gut betuchten Zahnarzt-Ehepaares. Auf dem Schreibtisch im Arbeitszimmer des Hausherrn lag ein Umschlag mit einer größeren Summe Bargeld – amerikanische Dollar-Noten im Gesamtwert von rund 26.000 Euro sollen es laut Anklage gewesen sein.Weil bei der Angeklagten und ihrer Familie „das Geld an allen Ecken fehlte“, griff sie irgendwann zu. Am Anfang waren es jeweils nur mehrere hundert Dollar, die sie in die eigene Tasche steckte. Weil sie einige Monate später immer noch nicht erwischt worden war, wurden die Beträge größer. Laut Anklage hat die 20-Jährige in zehn Fällen insgesamt mindestens 5.700 Dollar mitgehen lassen. Warum aber hat ein Zahnarzt-Ehepaar fünfstellige Dollar-Beträge im Arbeitszimmer herumliegen? „Wir haben die Schlussrate für unser Auto angespart“, erklärte die Dame des Hauses vor Gericht. Gleichzeitig habe ihr Ehemann auf einen steigenden Dollarkurs spekuliert. Heute ist man schlauer: „Es wäre gescheiter gewesen, das Geld auf die Bank zu tragen“, so die 33-Jährige. Fast ein Jahr lang beklaute die Putzfreau ihre Arbeitgeber immer wieder und kaufte von dem Geld unter anderem einen Fernseher und Klamotten. Dann erstattete das Paar Strafanzeige gegen Unbekannt. Die Polizei installierte eine Kamera im …

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Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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