“XXL-Jahr” märchenhaft: Wirtschaft boomt, Löhne sinken

Das verstehe, wer will: Die Meldungen über den angeblich größten deutschen Wirtschaftsboom seit Jahrzehnten nehmen kein Ende. Im selben Atemzug stellt das DIW-Institut jedoch fest, dass die realen Netto-Stundenlöhne 2011 nur sehr wenig steigen werden, wenn überhaupt.” Darüber berichtet das Magazin “Wirtschaftswoche” (WiWo). Das konjunkturtreibende “XXL-Jahr” 2011 schlägt wilde Kapriolen, die der normale Arbeitnehmer nicht versteht: Überall boomt es, Produktion und Dienstleistungen platzen aus allen Nähten, aber wir Beschäftigte werden zum Jahresende voraussichtlich ein Minus machen. Der Grund dafür? Die WiWo zitiert Karl-Heinz Däke, den Präsidenten des Steuerzahlerbundes: “Neben der Inflation zehren auch steigende Sozialabgaben und die Steuerprogression an den Löhnen. Vor allem kleinere Einkommen sind betroffen.” Diese würden im Tarifbereich zwar zwischen 2 und 2,5 Prozent steigen. Allein: Die Inflationsrate wird aller Vorraussicht nach bei etwa 3 Prozent liegen.

Im gleichen Moment gehen die Managergehälter wieder durch die Decke: Sie näherten sich bereits den Rekordwerten von 2007 an, schreibt die Frankfurter Rundschau. So hätten alle DAX-Vorstände zusammen im Jahr 2010 etwa 519 Millionen Euro verdient…

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Themen: Inflation , Krise , Wiwo , Arbeitnehmer , Dax , Diw , Lohn Und Gehalt , Karl-heinz Däke , Wirtschaftsboom

Erschienen 23. Mai 2011 auf http://blog.betriebsrat.de.

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