WVV-Klage wegen Swap-Geschäften: Stadt auf der Gegenseite beigetreten

Die Situation scheint paradox: An dem Schadensersatzprozess der Würzburger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe (WVV), zu hundert Prozent im Eigentum der Stadt Würzburg, gegen 16 ehemalige Aufsichtsräte und die beiden Ex-Geschäftsführer ist jetzt auch die Stadt als Partei beteiligt. Allerdings nicht auf Seiten ihrer Tochter WVV, sondern auf der Gegenseite: Nach einem Beschluss des Stadtrats vom Donnerstag wird die Stadt dem Verfahren auf der Seite der ehemaligen Aufsichtsräte „beitreten“, wie Stadtkämmerer Christian Schuchardt erläuterte.

Wie berichtet, fordert die WVV von den beiden ehemaligen Geschäftsführern, Ex-OB Pia Beckmann als der früheren Aufsichtsratsvorsitzenden und von 15 Stadträten, die ebenfalls im Aufsichtsrat der WVV saßen, rund 3 Millionen Euro Schadensersatz. In dem Prozess geht es um die Verluste, die einzelnen Unternehmen des WVV-Konzerns durch riskante Spekulationen der Geschäftsführung auf die künftige Zinsentwicklung, so genannten „Swap-Geschäften“, entstanden sind. Der Aufsichtsrat hatte die Hochrisiko-geschäfte abgesegnet.

Dass die Stadt jetzt nicht ihrem Tochterunter…

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Themen: Juristisches , Lokales , Paradox , Klage Swaps Stadt

Erschienen 25. Februar 2011 auf http://www.woetzel-online.info/.

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