WVV kannte das theoretisch unbegrenzte Risiko
am 13.02.2008 von schreibmaschineIm Schadensersatzprozess der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) gegen die Deutsche Bank hat ein maßgeblicher WVV-Mitarbeiter am Dienstag eingeräumt, das „theoretische Risiko eines Totalverlustes“ bei „Zins-Swap-Geschäften“ gekannt zu haben. Die WVV fordert 2,6 Millionen Euro von der Deutschen Bank. Die Verluste sind dem kommunalen Versorgungsunternehmen (Hauptgesellschafter ist die Stadt Würzburg) durch den Abschluss riskanter Zinsgeschäfte nach Beratung durch die Deutsche Bank entstanden.Die Argumente und Positionen beider Seiten wurden bereits bei einem Gütetermin im Juli ausgetauscht. Die Deutsche Bank habe die WVV vor dem Abschluss der so genannter „CMS Spread Ladder Swaps“ nicht ausreichend über das hohe Risiko aufgeklärt, erklärte damals WVV-Anwalt Jochen Weck. Bei Swap-Geschäften wird auf die künftige Zinsentwicklung spekuliert. Dadurch kann im günstigsten Fall die Zinslast von Darlehen reduziert werden, es kann aber auch zu Verlusten kommen. Aufgrund der mangelhaften Beratung habe die WVV-Geschäftsführung nicht erkennen können, dass es sich um extrem riskante Spekulationen handelte, so Weck.Rechtsanwalt Christian Duve, der die Deutsche Bank vertritt, sprach dagegen von „absoluten Finanzprofis“ auf Seiten der WVV, die genau wussten, worauf sie sich einließen. Zu der von der WVV bevorzugten gütlichen Einigung ist die Deutsche Bank nicht bereit. Die Richter hatten angedeutet, dass sie zumindest nach Aktenlage von einem nicht unerheblichen Mitverschulden der WVV-Verantwortlichen für die Millionenverluste ausgehen.Die auf zwei Tage angesetzte Beweisaufnahme begann am Dienstag mit einem maßgeblichen Mitarbeiter der WVV-Finanzbuchhaltung. Den Verantwortlichen des Unternehmens sei klar gewesen, dass es sich um Geschäfte mit „theoretisch unbegrenztem Risiko“ handelte, sagte der 37-Jährige im Zeugenstand. Man habe sich aber von den Anlageberatern der …
WVV gegen Deutsche Bank: Verkündungstermin am 31. März
schreibmaschine / Ohne entscheidend neue Erkenntnisse blieb der zweite Tag der Beweisaufnahme im Schadensersatz-Prozess der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) gegen die Deutsche Bank. Nach Verlusten durch riskante Zinsgeschäfte fordert das Kommu…
WVV fordert 2,6 Millionen Euro von der Deutschen Bank
schreibmaschine / Der Schadensersatzprozess der Würzburger Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (WVV) gegen die Deutsche Bank geht am heutigen Dienstag vor dem Landgericht Würzburg in die zweite Runde. Das städtische Unternehmen fordert von der Deutschen Bank…
Swap-Geschäfte: WVV zu zwei Drittel selbst für Schaden verantwortlich
schreibmaschine / Zwei Drittel Mitverschulden trägt die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) an ihren Millionenverlusten aus riskanten Zinsgeschäften. Das hat das Landgericht Würzburg im Schadensersatzprozess des Kommunalversorgers gegen…
WVV gegen Deutsche Bank: Vorerst kein Vergleich
schreibmaschine / Rund 2,6 Millionen Euro Rückzahlung und Schadensersatz fordern die Würzburger Verkehrs- und Versorgungsbetriebe (WVV) nach riskanten Zins-Spekulationsgeschäften von der Deutschen Bank (wir berichteten). Nach dem ersten Verhandlungstag…
Deutsche Bank erringt Sieg im Streit mit Stadt Hagen
Reuters | Inlandsnachrichten / Wuppertal (Reuters) - Die Deutsche Bank hat im Streit mit Kommunen und lokalen Unternehmen um riskante Zinsgeschäfte einen weiteren Teilerfolg erzielt. Das Landgericht Wuppertal wies am Mittwoch eine Schadenersatzklage der Stadt Hagen in H&oum…
Deutsche Bank muss Stadt Hagen Schadenersatz zahlen
Reuters | Inlandsnachrichten / Wuppertal (Reuters) - Die Deutsche Bank muss nach einem Gerichtsurteil der Stadt Hagen im Rechtstreit um Millionenverluste aus riskanten Zinsgeschäften Schadenersatz zahlen. Das Landgericht Wuppertal sprach am Mittwoch Hagen 994.000 Euro Plus…
Unbefriedigender Freispruch nach Busunglück
Blog der Verkehrsunfallabwicklung / Es ist ein ungewöhnliches Bild zum Ende des Prozesses um das Busunglück bei Lyon mit 28 Todesopfern: Als das Landgericht Hannover den Angeklagten am Montag vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freispricht, bleibt die Miene des 43-J…
Ist Strafverteidigung noch Kampf?
Mord ist mein Beruf / „Verteidigung ist Kampf“ durfte niemals als billige Rechtfertigung für eine schlechte und ungeschickte, aber stark und mächtig daherkommende Verteidigungsstrategie sein. „Dumm und stark“ kam früher in Pe…
