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Wurde Litwinenkos italienischer Kontaktmann Scaramello mit Polonium vergiftet?

am 01.12.2006 von http://www.strafblog.de

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG berichtet, dass nach Angaben der britischen Health Protection Agency neben dem verstorbenen russischen Ex-Geheimdienstler Litiwinko noch eine weitere Vetrauensperson mit Polonium 210 vergiftet worden sei. Allem Anschein nach handele es sich hierbei um den italienischen Kontaktmann Scaramello, der Litwinenko Unterlagen zum Fall der Ermordung der russischen Journalistin Politkowskaja überreichen wollte. Im Blut der Vertrauensperson sei das radioaktive Metall entdeckt worden, Krankheitszeichen seien aber nicht festgestellt worden. Vermutlich habe die Person eine deutlich geringere Dosis des Giftes abbekommen.

Inzwischen gehen die Ermittlungsbehörden anscheinend nicht mehr davon aus, dass die russische Regierung mit dem Tod des Regimekritikers zu tun hat. Es hätten sich aber weitere Verdachtsmomente ergeben, dass Schurkenelemente im russischen Inlandsgeheimdienst FSB beteiligt gewesen sein könnten. Scotland Yard und der britische Geheimdienst seien davon überzeugt, dass nur Personen mit Zugang zu einer staatlichen Nuklearanlage in Russland ein solches Komplott schmieden konnten.

Der Begriff Schurkenelement ist mir ehrlich gesagt neu. Klingt aber für mich so ähnlich wie Reich des Bösen oder Schurkenstaat, womit wir uns ja bestens auskennen. Fragt sich nur noch, wer dahinter steckt, aber dazu werden wir bestimmt bald todsichere Spekulationen erfahren.

Autor: RA Rainer Pohlen

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