Wofür die Vorratsdatenspeicherung wirklich gut ist

Heise berichtet, dass Musikindustrie-Anwalt Clemens Rasch auf einer Informationsveranstaltung am Dienstag erklärt hat, wie heutzutage Outsourcing von Ermittlungsverfahren funktioniert: Nach Angaben des Hamburger Musikindustrie-Anwalts Clemens Rasch schicken Polizeibehörden in Verfahren gegen Personen, denen der nicht lizenzierte Upload von Musikdateien in Filesharing-Netzwerke vorgeworfen wird, bei Hausdurchsuchungen sichergestellte Rechner an Raschs Firma proMedia GmbH, die als "Piratenjäger" der Musikindustrie arbeitet. Bei proMedia werden laut Auskunft des Anwalts die Festplatten gespiegelt und die gespiegelten Kopien "ausgewertet". Weiter erklärte Rasch, warum die Vorratsdatenspeicherung eine gute Sache ist: (...) beklagte er auch, dass die Verkürzung der Speicherung der Verbindungsdaten auf sieben Tage, die sich nach dem von Holger Voss erwirkten Datenschutzurteil gegen T-Online einpendelte, dazu führte, dass mittlerweile für etwa die Hälfte der von seiner Firma ermittelten IP-Nummern keine Nutzerdaten mehr ermittelt werden können. Zu Zeiten, als die meisten Provider noch 80 Tage lang speicherten, lag dieser "Datenschwund" laut Angaben des Anwalts bei lediglich 10 bis 15 Prozent. Nach Einführung der sechsmonatigen Vorratsdatenspeicherung will Rasch in seinen Verfahren auf die dadurch gespeicherten Daten zurückgreifen. Off topic: Weiß man schon, was Brigitte Zypries nach ihrer (Neben-) Beschäftigung als Bundesjustizministerin für einen Job machen wird? via Nerdcore

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Erschienen 14. November 2007 auf http://www.ra-blog.de.

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