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WM-Tickets und kein Ende

am 18.03.2006 von http://www.elbelaw.de/blawg

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wird sich demnächst wohl das Amtsgericht Frankfurt a.M. mit der Thematik der Ticket-Abtretung beschäftigen:
Trotz der Einrichtung der Tauschbörse bewege sich der DFB rechtlich weiter auf dünnem Eis, sagt der Hamburger Anwalt Dr. Mirko Wittneben von der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek: „Der Verkauf einzelner Fußballtickets von privat zu privat ist prinzipiell gesetzlich nicht verboten.“ (…) Wittneben: „In Deutschland gibt es kein Gesetz, das den Verkauf von Fußballtickets untersagt oder mit besonderen Preisauflagen oder Steuertatbeständen belastet - im Gegensatz zu Portugal, wo ein solches Gesetz vor der Europameisterschaft 2004 extra eingeführt wurde.“
Da der DFB das Übertragungsverbot in Ziffer 3 und 4 seiner Allgemeinen Ticketgeschäftsbedingungen (ATGB) zudem einseitig festlege, hält Wittneben es für angreifbar. Der DFB könne zwar auf ein berechtigtes Interesse verweisen, einen Schwarzmarkthandel mit überteuerten WM-Tickets zu unterbinden, mit dem Interesse des DFB kollidierten indes die des Ticketinhabers. „Dieser kann zum Beispiel seine Eintrittskarte wirtschaftlich nutzen wollen“, und dieses Recht, so die Auffassung des Sport- und Prozeßrechtlers, dürfe ihm nicht verwehrt werden (…). Die komplizierte Prozedur der Tauschbörse schließe zudem eine kurzfristige Ticketübertragung praktisch aus, ein weiterer gravierender Nachteil. Auch daß …

Vorher bei http://www.elbelaw.de/blawg (ElbeBlawg)
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