Wird durch “Protect IP” US-Seiten “das Licht ausgehen”?

Nachdem letztes Jahr das “COICA” (Combating Online Infringement and Counterfeits Act) in den USA nur knapp vor dem Inkrafttreten gescheitert ist, gibt es nun mit dem “Protect IP” Gesetzesentwurf einen neuen Versuch, Piraterieseiten abzuschalten. Man könnte auch sagen : Neuer (verschärfter) Wein in alten Schläuchen:

Durch das “Protect IP” (Preventing Real Online Threats to Economic Creativity and Theft of Intellectual Property) -Gesetz wäre es nicht nur möglich, Piratenseiten aus Internetverzeichnissen/Suchmaschinen zu verbannen, sondern auch zu blocken. Darüber hinaus können auch Seiten geblockt werden, die auf die Piraterieseiten verlinken oder/und verweisen, damit keine Umgehung der Blockierung stattfinden kann. Es gibt sowohl den Behörden als auch Urheberrechtsinhabern die Möglichkeit, Seiten abzuschalten. Gleichfalls Bezahlsysteme als auch Netzwerke könnten aufgefordert werden, die jeweils unter Verdacht stehende(n) Seite(n) zu blockieren.

Kritiker dortzulande sehen schon eine so weitreichende Zensur, dass das Internet dann insgesamt auf wenige Seiten zusammengeschrumpft wird, die der Regierung genehm sind.

Schließlich soll zwar durch das Gesetz keine Einschränkung oder Erweiterung des Schutzes durch den DMCA (Digital Millenium Copyright Act) entstehen, jedoch ist es absehbar, dass dann Rechteinhaber unter Berufung auf das “Protect IP” auch zum Beispiel Seiten wie Youtube zu einer kompletten Abschaltung zwingen könnten mit der Begründung “gehört abgeschaltet, denn zumindest is…

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Themen: Usa , Internet , Domains , It-recht , Filesharing , Gesetz , Dmca , Wein , Digital Millenium Copyright Act , Infringement , Intellectual Property , Zensur , Urheberrecht (u.s.) , Coica , Aus Dem Ausland , Lizenzrecht (u.s.) , Markenrecht (u.s.) , Internetsperrung , Neuer Entwurf , Protect IP
Rechtsgebiet: Internetrecht

Erschienen 13. Mai 2011 auf http://www.neubauerlaw.de.

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