Wir sind es selber schuld
am 22.08.2008 von http://www.datenschutzbeauftragter-online.de
Frau “Brigitte-ich-weiss-nicht-was-Browser-ist-Zypries” erklärt wieder einmal die Welt, diesmal in der FTD:
Bundesjustizministerin Zypries weist Bürgern eine Mitschuld für die jüngsten Datenpannen zu. Im FTD-Interview äußert sie sich über auskunftsfreudige Deutsche […]
Gut, auch ich prangere an, dass Menschen allzu bereitwillig ihre Daten u.a. für so genannte Rabattprogramme hergeben. Doch ist dies nur ein Teil des Ganzen und wenn zudem illegal Daten gehandelt werden (wie z.B. Kontodaten), dann sehe ich da keine Schuld des Verbrauchers, nur weil er gerne (legal) Daten von sich preis gibt - das wäre so, als würde man aufreizend gekleideten Personen eine Mitschuld an einer Vergewaltigung zusprechen.
Informationelle Selbstbestimmung heisst nicht Datensparsamkeit, es heisst persönliche Selbstbestimmung, sonst nichts - und beinhaltet auch das Recht mit seinen Daten zu hausieren. Wer das tut, darf sich zwar über vieles nicht wundern, sich bei Gesetzesverstössen aber dennoch beschwerden. Das ist kein Widerspruch sondern Rechtsstaat und Opferschutz.
Ich bin imemr noch von der Dreistigkeit der Politiker beeindruckt, wenn z.B: zu lesen ist:
Zypries verwies auf eigene Erfahrungen auf der Internetseite abgeordnetenwatch.de […] “Dorthin wurden mir schon ganze Lebensläufe einschließlich Verdienstdaten geschickt.”
Und? Ohne tiefer zu thematisieren, dass es eben das Verdienst unserer Politiker ist, dass dank Bundesmelderegister und ELENA eben diese Daten bald zentral für alle Bundesbürger verfügbar sind: Ist der Bürger allgemein am Versagen der Politiker jetzt mit schuldig, weil einige wenige ihre beruflichen Bewerbugen an Fr. Zypries senden und dabei nicht bedenken, dass Abgeordnetenwatch öffentlich ist? Werden wir als Bürger schon wieder einem Generalverdacht ausgesetzt, diesmal …
Schuld ist weiter der Verbraucher
Datenschutzbeauftragter Online / Was Fr. Zypries vor kurzem vom Stapel liess, ist zunehmend auch von anderen Politikern zu hören. Gerade heute lese ich z.B. wieder den hier auf Heise von/zu Wolf-Dieter Ringguth (Innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in MeckPomm): Er war…
Datenschützerin Brigitte Zypries rät...
RA-Blog / Bundesjustizministerin Brigitte Zypries erklärt, wie man mit privaten Daten umzugehen hat: Man sollte sich gut überlegen, wem man seine Daten überlässt. Ich kann verstehen, dass die Verbraucher angesichts gestiegener Preise verstärkt dazu…
Keine Vorratsdatenspeicherung für zivilrechtliche Zwecke ???
Schnüffelblog / Das Jahr beginnt an der Datenfront leider nicht mit guten Nachrichten, sondern mit dem üblichen Politiker-Blabla, diesmal von der geschätzten (?)Bundesjustizministerin Zypries. Nach ihren Angaben der Bundesjustizministerin im FOCUS-Interview vom 29…
Ran ans Grundgesetz - Sieben Thesen.
Datenschutzbeauftragter Online / Es ist soweit: Journalisten und Politiker entdecken den Datenschutz. Und ein altes Thema wird aufgewärmt: Der Datenschutz soll in das Grundgesetz. Ich bin bekanntlich der Befürworter dieses Verlangens (und hatte dies mit einer inzwischen abgelehnte…
Eben darum.
Datenschutzbeauftragter Online / Die Politiker möchten am liebsten immer mehr unserer Daten in einen Personalausweis packen. Ganz vorne stehen dabei biometrische Daten. Warum Datenschützer dagegen sind, lässt sich nun auf Heise nachlesen, die auf einen Skandal ganz neuer Dimensio…
6 setzen, Frau Zypries
Jurabilis / Dass Frau Zypries der Auffassung ist, die Vorratsdatenspeicherung sei verfassungsrechtlich unbedenklich, wissen wir ja nun. Spannend ist allerdings, wie sie zu diesem Ergebnis kommt. Auf die Frage, ob sie durch die Vorratsdatenspeicherung das Re…
» FTD.de - Interview mit Brigitte Zypries: "Bürger geben zu viel preis" - Deutschland
Bundesjustizministerin Zypries weist Bürgern eine Mitschuld für die jüngsten Datenpannen zu. Im FTD-Interview äußert sie sich über auskunftsfreudige Deutsche, mögliche gesetzliche Änderungen beim Datenschutz u…
