Wiedereinsetzung – und Büroangestellte des Rechtsanwalts

Erteilt ein Rechtsanwalt einer bis dahin sorgfältig arbeitenden Büroangestellten die konkrete Einzelanweisung, einen von ihm unterzeichneten Antrag auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist vorab an das Berufungsgericht zu faxen, ist es ihm nicht als Organisationsverschulden anzurechnen, wenn die Angestellte dieser Weisung zwar nachkommt, dabei aber die zusätzlich bestehende, durch die Einzelanweisung nicht außer Kraft gesetzte allgemeine Anweisung missachtet, bei Faxsendungen – insbesondere bei fristgebundenen Schriftsätzen – den Versand des Schriftstücks abzuwarten und den Sendebericht auf die gelungene Übermittlung des Schriftsatzes zu überprüfen.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 20. Oktober 2009 – VIII ZB 97/08

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Themen: Wiedereinsetzung , Bundesgerichtshof , Anwaltsverschulden , Organisationsverschulden
Rechtsgebiet: Zivilrecht

Erschienen 10. Dezember 2009 auf http://www.rechtslupe.de.

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