Überfall mit Taschenmesser
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Seit Anfang der 1990er Jahre ist er in Würzburg, wohl fühlt sich ein 45-jähriger Asylbewerber aus Afrika hier aber offenbar nur in der ZAST (Zentrale Aufnahmestelle) und im Knast.
Bereits zum wiederholten Mal saß er nach einer Messerstecherei auf der Anklagebank. Das Landgericht verurteilte den Alkoholiker kürzlich wegen gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren und neun Monaten Gefängnis und ordnete seine Einweisung in die Entziehungsanstalt an.
Probleme mit Alkohol und Drogen hat der 45-Jährige erst, seit er in Würzburg ist. In seinem Heimatland, so erzählte er es im Prozess vor der 1. Strafkammer mit, hat er nicht getrunken. Eigentlich wollten auch seine Brüder nach Würzburg kommen. „Nach meinen Erfahrungen habe ich aber dafür gesorgt, dass sie zuhause bleiben“, so der Angeklagte.
Für die Richter ist er kein Unbekannter: Schon viele Male hat er unter dem Einfluß von Alkohol Körperverletzungsdelikte begangen, fast immer war ein Messer im Spiel. Die JVA kennt er sehr gut, dort fühlt er sich nach eigenen Angaben besonders wohl und macht keinerlei Probleme.
Anders war es bei seinen bisherigen Therapie-Versuchen: Zuletzt hat er bereits am ersten Tag einer Alkohol-Therapie beantragt, wegen Aussichtslosigkeit zurück ins Gefängnis zu kommen.
Nur wenige Wochen nach seiner letzten Haftentlassung war es wieder soweit: Mit mehreren Promille Alkohol im Blut geriet der 45-Jährige am Bahnhof in Streit mit einem 37-jährigen Mann, dem er ein langes Küchenmesser in den Rücken stieß. Die Verletzung erwies sich bei einer Notoperation glücklicherweise als nicht lebensbedrohend.
„Ich habe das nicht gewollt, es ist einfach passiert“, sagte der Angeklagte. Dass er an einer alkoholbedingte Persönlichkeits- und …
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