Wie weit geht die Prüfung?
am 17.07.2007 von LAWgical
Der Abschluss eines Kaufvertrages im Wege des Fernabsatzes ermöglicht es dem privaten Käufer, seine zum Vertragsschluss führende Willenserklärung innerhalb einer Zweiwochenfrist zu widerrufen, §§ 312d Abs. 1 S. 1, 355 BGB. Damit hatte der Gesetzgeber einen Ausgleich dafür schaffen wollen, dass der Käufer anders als in einem Ladenlokal die Ware nicht in Augenschein nehmen kann, sondern auf die Warenbeschreibung des Verkäufers vertrauen muss. Insoweit sollte es dem als Verbraucher handelnden Käufer ermöglicht werden, die Ware zu prüfen.
Wie verhält es sich aber, wenn der Käufer eine Ware im Wege des Fernabsatzes bestellt in der Absicht, diese nicht nur zu prüfen, sondern bestimmungsgemäß in Gebrauch zu nehmen, sie aber gleichwohl innerhalb der Widerrufsfrist an den Verkäufer zurückzugeben? Für diesen Fall ist in § 357 Abs. 3 BGB vorgesehen, dass der Käufer Wertersatz für die durch die bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme eingetretene Wertminderung zu leisten hat. Die Schwierigkeit in der Handhabung dieser Vorschrift erläutern die beiden Rechtsanwälte Felix Rettenmaier und Dr. Oliver Kopf an zwei einfachen Beispielen in ihrem Aufsatz Der unlautere Widerruf von Fernabsatzverträgen - Betrug gemäß § 263 Abs. 1 StGB? (JR 2007, 226 ff.).
Ein sanktionswürdiges Verhalten des Käufers ist in der Praxis regelmäßig nicht nachweisbar, so ihre Analyse. Zwar liege bereits in dem Abschluss des Fernabsatzvertrages in der Absicht, die Ware bestimmungsgemäß zu gebrauchen und dennoch …
Ist die Wertersatzklausel für bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme bei ebay-Verkäufern zulässig?
Wettbewerbsrecht-Blog.de / Wie kürzlich berichtet ist die Frage offen, ob die Bereitstellung der Widerrufsbelehrung im Internet innerhalb des jeweiligen Auktionsangebots die Textform iSd. § 126b BGB erfüllt. Deshalb ist es ebenfalls ungeklärt, ob gewerbliche Verkäufer bei…
Widerrufsrecht bei eBay und die Pflicht zum Wertersatz
LAWgical / Die Kanzlei Dr. Bahr berichtet auf ihren Seiten über eine Entscheidung des LG Flensburg (Urteil vom 23.08.2006 - 6 O 107/06), in der sich das Gericht mit der Frage der Verpflichtung des Käufers zum Wertersatz für die bestimmungsgemäße Inge…
eBay: Portobetrug und Bewertung
Tingeltangel Blog / Eine Frage aus der Praxis: Rechtfertigt ein reiner Versandkostenbetrug bei eBay eine negative Bewertung des Verkäufers? Ich denke schon. Versandkostenbetrug heißt hier: 3,90 EUR Versandkosten waren vereinbart, Verkäufer lehnte Senkung der Versand…
Hanseatisches OLG: Unfrei unwirksam - Eine Regelung, wonach unfrei zurückgesandte Waren im Rahmen des Widerrufs- und Rückgaberechts nicht zurückgenommen werden ist unwirksam. Zum Einfluss der eBay-AGB auf den Vertragsschluss.
MEDIEN INTERNET und RECHT / 1. Ein Unternehmer ist verpflichtet, den Verbraucher insbesondere über die gesetzliche Gestaltung des Widerrufs- und Rückgaberechts bei Fernabsatzverträgen (§ 312 b BGB) in zutreffender Weise zu informieren (vgl. §§ 355, 356, 357 Abs. 2 BGB…
Recht zum Versand beim Internetkauf
LAWgical / Der Käufer hatte von einem Anbieter bei eBay zwei Fahrradsättel erworben. In das Angebot eingestellt hatte der Verkäufer die Angabe, dass er weltweiten Versand für eine Pauschale von acht Euro anbiete. Der Käufer, der in Koblenz wohnte, wol…
Schock für eBay-Verkäufer: Wertersatzklausel bei eBay unzulässig
LBR-Blog / Eine neue Hiobsbotschaft für alle eBay-Händler:Die so genannte Wertersatzklausel, wonach dem Verbraucher eine Ersatzpflicht für Schäden auch bei dem bestimmungsgemäßen Gebrauch der Kaufsache innerhalb der Widerrufsfrist auferlegt werden kann (…
