Westerwelle wirbt bei Kollegen für seinen Abrüstungsvorschlag
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Berlin (Reuters) - Nach der Bekanntgabe des US-Atomwaffenarsenals hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle seine Forderung nach dem Abzug der letzten US-Atomwaffen aus Deutschland bekräftigt,
"Es ist das Ziel der Bundesregierung, dass die letzten taktischen Atomwaffen, die in Deutschland stationiert sind, abgezogen werden", sagte der FDP-Politiker am Dienstag in Berlin. Im Gegenzug müsse auch Russland sich an der Abrüstung beteiligen und sein erhebliches Arsenal taktischer Atomwaffen reduzieren. Dafür werde sich die Bundesregierung einsetzen.
Die Zahl der in Deutschland stationierten Atomwaffen, aus der die Bundesregierung immer ein Geheimnis gemacht hat, wollte Westerwelle nicht offenbaren. Er wolle den USA nicht vorgreifen, erklärte er.
Die USA hatten am Montag erstmals enthüllt, dass sie insgesamt über 5113 atomare Sprengköpfe verfügen. Dies sind 84 Prozent weniger als zu Hochzeiten des Kalten Krieges 1967, als das Arsenal noch 31.225 Atomwaffen umfasste. Beim Fall der Mauer 1989 waren es immerhin noch 22.217 Sprengköpfe. Die Liste enthält nach Angaben des Verteidigungsministeriums die für den Einsatz stationierten Sprengköpfe, die Waffen in der Reserve und in der Lagerung. Dagegen tauchen mehrere tausend ausgemusterte Sprengköpfe, die auf die Demontage warten, nicht in der Liste auf.
Experten vermuten, dass die USA noch bis zu 20 Atomwaffen im rheinland-pfälzischen Büchel stationiert haben. Im Kriegsfall sollen Tornado-Jets der Bundeswehr die Sprengköpfe im Rahmen eines Nato-Einsatzes ins Ziel tragen.
Erschienen 4. Mai 2010 bei http://www.reuters.com.
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