Werbung mit regulärem Ladenpreis wettbewerbswidrig

Immer wieder kommt es zwischen konkurrierenden Online Shops zu Rechtsstreitigkeiten, weil Hinweise zum Verkaufspreis nicht genau angegeben werden. Dabei kommt es durchaus auf jedes einzelne Wort im Angebot an. So hatte sich das Oberlandesgericht Celle (Az.: 13 U 77/09) mit der Frage auseinanderzusetzen, ob die Werbung mit der Aussage “regulärer Ladenpreis” den Verbraucher irreführen könne und sie damit gegen Wettbewerbsrecht verstoße.

Das OLG gab einem Online-Händler Recht, der auf Unterlassung des Hinweises “regulärer Ladenpreis” geklagt hatte. Eine derartige Reklame sei mehrdeutig und für den Verbraucher unterschiedlich auslegbar. Es könne darunter zum einen der offiziell empfohlene Preis, also die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, oder aber auch der ursprünglich von dem Händler geforderte Preis verstanden werden. Daher ging das OLG Celle insgesamt von einem Wettbewerbsverstoß aus, weshalb der begehrte Unterlassungsanspruch bestand.

Online-Händler sollten darauf achten, nicht mit unvollständigen oder irreführenden Preisangaben im Internet zu werben. Denn dies bietet Angriffsflächen für Abmahner. Bei Sonderpreisen sollte nur ein Hinweis auf den alten Verkaufspreis, den der Händler bislang verlangt hat, oder die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers gegeben werden.

Sabine Heukrodt-…

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Themen: Mainz , Mannheim , Sabine , Preisauszeichnung , Oberlandesgericht Celle (az.: 13 U 77/09) , Regulärer Ladenpreis

Erschienen 15. Februar 2010 auf http://www.trainingsblog-ecommerce.de.

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