Wenn man jemanden fragt, der sich damit auskennt, dann sollte man ihm auch vertrauen

Der Mandant hatte einen Verkehrsunfall erlitten. Der gegnerische Haftpflichtversicherer regulierte allerdings nur 50% des Schadens und verwies auf ein erhebliches Mitverschulden des Mandanten. Woraus sich dieses ergeben sollte, blieb das Geheimnis des Versicherers.

Ich riet dem Mandanten zur Klage, wobei der – nicht rechtsschutzversicherte – Mandant vor dem Klageverfahren jedoch sichtlich zurückschreckte. Ob das nicht auch irgendwie anders gehe? Der Versicherer müsse doch ein Einsehen haben. Ich möge doch bitte noch einmal mit dem Sachbearbeiter des Versicherers telefonieren.

Gerne doch. Gebracht hat es aber erwartungsgemäß nichts.

Aber gegen den Unfallgegner lief ja noch ein Bußgeldverfahren, nachdem dieser Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erhalten hatte. Also wollte der Mandant zunächst den Ausgang dieses Bußgeldverfahrens abwarten. Denn wenn es bei dem Bußgeld bleibe, werde doch sicher auch der Versicherer einsehen, daß er den Schaden bezahlen müsse…

Wie nach Aktenlage nicht anders zu erwarten war, blieb es bei dem Bußgeld, das die Behörde festgelegt hatte. Gebracht hat es trotzdem nich…

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Themen: Verkehrsunfall , Schäden , Zinsen , Schadensersatz , Rechtsanwalt Aurich

Erschienen 1. September 2011 auf http://kanzleiundrecht.wordpress.com.

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