Wenn Erklärungen nach einer solchen Tragödie schlicht lächerlich sind

Bereits als die ersten Meldungen gestern über die Tragödie in Duisburg bekannt wurden, war klar, dass die Planung und Durchführung der diesjährigen Loveparade fehlerhaft gewesen sein muss. Wenn nun der OB von Duisburg, Herr Adlof Sauerland, jedoch behauptet, dass das Sicherheitskonzept "stichhaltig" gewesen sei, aber wahrscheinlich "individuelle Schwächen" Auslöser der Katastrophe gewesen seien (wie u.a. hier zu lesen war), klingt das wie purer Hohn, ganz davon abgesehen, dass ein Konzept wohl spätestens dann nicht mehr stichhaltig ist, wenn es derart gravierende "individuelle Schwächen" aufweist, bzw. durch einen solchen Vorfall zu Tage fördert. Mehr als armselig ist auch die Erklärung des vermeintlichen Experten, dem Panikforscher Herrn Michael Schreckenberg, der angegeben haben soll, "im Sicherheitsplan war nicht vorgesehen, dass Menschen von oben herunterfallen" und insoweit keine Mängel bei der Sicherheitsplanung zu erkennen vermeint (Quelle: tageschschau.de). Es ist ja auch derart fernliegend, dass Menschen von einer Treppen stürzen können. Nicht unberücksichtigt sollte bleiben, dass dieser "Fachmann" an der Planung des Sicherheitskonzeptes der diesjährigen Loveparade beteiltigt gewesen ist. Das Mathematik nicht jedermanns Stärke ist, ist…

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Erschienen 25. Juli 2010 auf http://strafverteidiger-feltus.blogspot.com.

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