Weniger Geburten im vergangenen Jahr trotz Elterngeld

Berlin (Reuters) - Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im vergangenen Jahr trotz des Elterngeldes wieder gesunken.

2008 seien 675.000 Kinder zur Welt gekommen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Dies waren 8000 und damit 1,1 Prozent weniger als im Jahr davor. Vor allem im letzten Quartal lag die Geburtenrate deutlich unterhalb des Vorjahres. Von Januar bis September hatte die Geburtenzahl noch um 3400 über dem Vorjahr gelegen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hatte vor dem Hintergrund der ersten drei Quartale im Februar von einem anhaltend positiven Trend bei der Geburtenrate gesprochen und diesen insbesondere auf das 2007 eingeführte Elterngeld zurückgeführt. Der Einbruch bei den Geburten am Jahresende sei ungewöhnlich und von niemandem vorausgesehen worden, sagte die Ministerin nun. "Der Anstieg 2007 bis September 2008 und der anschließende Rückgang zeigen, was der Mut zu Kindern für ein zartes Pflänzchen ist", sagte die CDU-Politikerin. Als Konsequenz forderte sie weitere Verbesserungen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Entscheidend werde der Ausbau der Betreuungsplätze bis zum Jahr 2013 sein. Ab dann gilt ein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder unter drei Jahren.

MEHR STERBEFÄLLE UND HOCHZEITEN

Das Statistische Bundesamt zählte im vergangenen Jahr in Deutschland 844.000 Todesfälle - 20.000 oder 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit starben 168.000 Menschen mehr als geboren wurden. Einen Anstieg verzeichneten die Statistiker auch bei der Zahl der Eheschließungen: 375.000 Paare gingen 2008 in Deutschland den Bund fürs Leben ein. Dies waren 7000 (1,8 Prozent) mehr als 2007.



Quelle: Reuters (7. April 2009)

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Themen: Berlin , Germany , Wiesbaden , Cdu , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , Bund , Elterngeld , Macro-economics , Geburten

Erschienen 7. April 2009 bei http://www.reuters.com.

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