2004: Tödlichstes Jahr für Journalisten seit einem Jahrzehnt
Menschenrechte | 5. Januar 2005 — Im vergangenen Jahr sind mindestens 53 Journalistinnen und Journalisten während oder wegen ihrer Arbeit ums Leben gekommen. Dies …
Im vergangenen Jahr sind weltweit 81 Journalistinnen und Journalisten während oder wegen ihres Berufes ums Leben gekommen, so die Bilanz von Reporter ohne Grenzen. Das ist der höchste Stand seit zwölf Jahren (1994); damals wurden 103 Reporter getötet. Mindestens 871 Journalisten wurden 2006 festgenommen, 56 entführt. Die Zahl der Angriffe und Bedrohungen war mit 1.400 so hoch wie nie zuvor. Die Zensur von Medien hingegen ist leicht zurückgegangen: 912 Fälle wurden in 2006 registriert (2005: 1.006). Das Internet wurde in zahlreichen Ländern weiterhin stark überwacht. Das gefährlichste Land für Medienleute ist im vierten Jahr in Folge der Irak. Dort kamen 39 Journalisten und 25 Medienmitarbeiter gewaltsam ums Leben. Seit Kriegsbeginn vor knapp vier Jahren sind im Irak mehr als doppelt so viele tote Journalisten zu beklagen, wie während des gesamten Vietnamkrieges, so die Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit. Knapp 90 Prozent der Getöteten waren Iraker. Nur sehr selten wurde ermittelt. Gefährlich war es auch in Mexiko. Dort wurden neun Journalisten ermordet. Sie hatten über Drogengeschäfte oder soziale Unruhen berichtet. Auf den Philippinen kamen sechs Journalisten wegen ihrer Arbeit ums Leben, in Russland drei. Unter ihnen war Anna Politkowskaja, die im Oktober im Moskau erschossen wurde. Sie war wegen ihrer Berichte über Tschetschenien und ihrer Kreml-kritischen Haltung international bekannt. Seit Putins Amtsantritt 2000 sind damit 21 Journalistinnen und Journalisten in Russland ermordet worden. Erstmalig hat ROG die Zahl der Entführungen dokumentiert. In einem Dutzend Länder wurden mindestens 56 Journalisten entführt, 17 von ihnen im Irak und sechs im Gaza-Streifen. Während alle in den Palästinensergebieten gekidnappten frei kamen, sind im Irak sechs der Entführten getötet worden. Rund 870 Medienleute waren 2006 weltweit im Gefängnis; einige nur für wenige Stunden, andere erhielten langjährige Haftstrafen. Die gestiegene Zahl der Angriffe und Drohungen (über 1.400) führt Reporter ohne Grenzen auf zahlreiche Wahlkämpfe i…
» Vollständiger ArtikelMenschenrechte | 5. Januar 2005 — Im vergangenen Jahr sind mindestens 53 Journalistinnen und Journalisten während oder wegen ihrer Arbeit ums Leben gekommen. Dies …
Menschenrechte | 4. Januar 2006 — Berlin/Paris, 4. Januar 2006: Im vergangenen Jahr kamen mindestens 63 Journalisten und fünf Medienmitarbeiter während oder wegen i…
blat.antville: Simon's Blawg | 10. November 2004 — Reporter ohne Grenzen berichtet: "Seit dem Beginn des Irak-Krieges im März 2003 wurden dort mindestens acht Journalisten durch US …
Knastblog | 16. November 2005 — Anlässlich des internationalen Tags „Journalisten hinter Gittern“ am 17. November ruft Reporter ohne Grenzen die Regierungen vo…
strafblog | 31. Dezember 2006 — Das zu Ende gehende Jahr 2006 war eines der folgenschwersten für den Journalismus, weiß die netzeitung zu berichten. Insgesamt 81 …
Menschenrechte | 21. November 2006 — Anlässlich des Internationalen Tages Journalisten hinter Gittern am 23.11. macht Reporter ohne Grenzen auf die weltweit wegen i…
Menschenrechte | 16. November 2005 — 186 Medienleute in Haft, ROG fordert Freilassung Anlässlich des internationalen Tags Journalisten hinter Gittern am 17. November…
Menschenrechte | 10. Januar 2006 — Reporter ohne Grenzen verurteilt die anhaltende Schikane der unabhängigen Presse in Nepal scharf. Seit dem 1. Januar haben Sicherh…
Menschenrechte | 17. April 2007 — Berlin / Paris, 17. April 2007. Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt die massive Gewaltanwendung der Polizei während der Demonst…
Menschenrechte | 4. November 2004 — Reporter ohne Grenzen fordert die US Armee im Irak auf, die Todesumstände des irakischen Journalisten Dhia Najim genau zu untersuc…