Weltweite Statistik zur Todesstrafe
Menschenrechte | 20. April 2006 — Mehr als 20.000 Menschen sitzen weltweit in Todeszellen und warten darauf, hingerichtet zu werden. Dieses Schicksal erlitten im Ja…
Kritik an China und den USA, Lob für Liberia Bei einem "Die in" an der chinesischen Botschaft in Berlin hat die deutsche Sektion von amnesty international (ai) ein Ende des staatlichen Tötens in China und weltweit gefordert. Diese und weitere Aktionen bundesweit fanden am Vortag des Welttags gegen die Todesstrafe statt. China steht an der Spitze der Staaten, die die Todesstrafe anwenden. Weltweit halten 75 Staaten an der Todesstrafe fest, 121 Staaten haben sie im Gesetz oder in der Praxis abgeschafft - zuletzt Liberia. Für die meisten der insgesamt 3.797 Hinrichtungen im Jahr 2004 waren vier Länder verantwortlich: China, Iran, Vietnam und die USA. "China hält aber den traurigen Rekord - mit 90 Prozent aller Hinrichtungen weltweit", sagte Oliver Hendrich, ai-Experte für Fragen zur Todesstrafe. "In der Volksrepublik wird die Todesstrafe oft willkürlich verhängt, zum Teil auch aufgrund politischer Einflussnahme. Statistiken über Urteile und Hinrichtungen halten die Behörden geheim." In den USA könnte noch in diesem Jahr die 1000. Hinrichtung seit Wiedereinführung der Todesstrafe vollgestreckt werden. "Gleichzeitig beweisen zahlreiche Urteile dort, wie groß die Gefahr eines tödlichen Justizirrtums ist", sagte Hendrich. "Seit 1973 mussten in den in den USA 121 Menschen wegen erwiesener Unschuld oder erheblichen Zweifeln an ihrer Schuld aus den Todeszellen entlassen werden." Insgesamt stellt ai einen weltweiten Trend zur Abschaffung der Todesstrafe fest - vor allem in Afrika. Im September hat Liberia als 13. afrikanisches Land die Todesstrafe vollständig abgeschafft. "Wir begrüßen diese Entscheidung ganz besonders, weil sich die allgemeine Menschenrechtssituation in Liberia nach jahrelangem Bürgerkrieg nur langsam bessert", so Hendrich. 2004 hatte Senegal als zweites muslimisches Land in Afrika die Todesstrafe abgeschafft. 26 afrikanische …
» Vollständiger ArtikelErschienen 10. Oktober 2005 auf http://menschenrechte.blogg.de/.
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