Weitergabe von Daten durch Yahoo bringt Journalisten ins Gefängnis

Yahoo hat offensichtlich durch die Herausgabe von E-Mail-Daten die chinesischen Behörden bei der Verhaftung des Intenet-Dissidenten Shi Tao unterstützt. Reporter ohne Grenzen ist entsetzt über das Verhalten des internationalen Konzerns. Shi Tao wurde im April zu zehn Jahren Haft wegen der "Weitergabe von Staatsgeheimnissen" an "feindliche Elemente" verurteilt. Das schriftliche Urteil enthüllt die Hilfe, die Yahoo bei der Verfolgung Tao´s geleistet hat. Der Internetdienstleister hat Chinas Staatssicherheit Details der E-Mail-Kommunikation von Shi Tao zur Verfügung gestellt, mit denen diese den Journalisten ausfindig machen und verurteilen konnte. Der regimekritische Journalist Shi Tao schickte eine E-Mail über sein privates Yahoo-Konto an die Betreiber einer ausländischen Website. Dort wurden seine Informationen über eine Warnung der Propagandaabteilung an chinesische Journalisten vor dem 15. Jahrestag des Tiananmen-Massakers vom 4. Juni 1989 anonym veröffentlicht. Chinesische Ermittler verfolgten die E-Mail mit Hilfe von Yahoo zu der Zeitung in Hunan zurück, wo…

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Themen: Yahoo , Reporter Ohne Grenzen , Journalisten , Taos

Erschienen 10. September 2005 auf http://menschenrechte.blogg.de/.

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