Weitere Anklagen gegen den einst reichsten Mann Russlands?

Der einst reichste Mann Russlands, der frühere Ölmagnat und Putin-Gegner Michail Chodorkowski, ist von einem Straflager in Sibirien in ein Untersuchungsgefängnis verlegt worden, wo er am kommenden Dienstag von der russischen Staatsanwaltschaft vernommen werden soll. Dies wurde seinem Anwalt Juri Schmidt laut SPIEGEL-ONLINE von der Strafverfolgungsbehörde mitgeteilt. Chodorkowskis früher Geschäftspartner Platon Lebedew erhielt über seinen Anwalt ein gleichlautendes Schreiben. Die Anwälte, die an den Vernehmungen teilnehmen dürfen, rechnen mit neuen Anklagen gegen ihre Mandanten. Beide waren im Mai 2005 wegen angeblicher Steuerhinterziehung und Betruges zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Westliche Politiker, Journalisten und Menschenrechtsgruppen vermuten, dass der Prozess politisch lanciert wurde, weil Chodorkowski Bürger und Menschenrechtsorganisationen finanziell unterstützt und aus seiner Gegnerschaft zu Putin keinen Hehl gemacht hat. Anders als Beresowski, der sich nach London absetzte, blieb Chodorkowski in Russland, wo ihn jetzt möglicherweise noch einmal die Rache des Kreml treffen wird. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Mann , Juri

Erschienen 23. Dezember 2006 auf http://www.strafblog.de.

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