Für Dumm Verkaufen: Erst anklagen, dann für dumm verkaufen
kanzlei-hoenig.de | 14. Januar 2009 — Ein Beitrag zum Thema: Wie schaffe ich Vertrauen in die Arbeit der Justiz: 14.08.08 Wir haben Akteneinsicht erhalten und send…
Der klassische Dreisprung war das Thema: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung. Die Akte hat ein paar Monate herrenlos die Runde durch Moabit gemacht, Strafanträge sind keine gestellt worden. Die beteiligten Polizeibeamten konnten sich nur vage an den Vorfall erinnern (tatzeitnahe Berichte wurde nicht geschrieben).
Soeben rief mich der Staatsanwalt, dem ich Mitte letzter Woche eine zweiseitige Verteidigungsschrift geschickt hatte:
Staatsanwalt: Sie haben mich weichgekocht, Herr Verteidiger. § 153 a StPO. Was verdient Ihr Mandant?
Verteidiger: Einverstanden. Hartz IV.
Staatsanwalt: Ok, 150 Euro. Aber kommen Sie mir nicht wieder mit irgendso einem gemeinnützigen Verein. Justizkasse! Die hat’s erkennbar nötig.
Verteidiger: Ok, aber nur weil Sie sowieso schon weich und kein Gegner mehr sind. Sonst würde ich jetzt diskutieren.
Den Mandanten mußte ich vorher nicht mehr fragen, ob er einverstanden is…
» Vollständiger ArtikelErschienen 19. Februar 2009 auf http://www.kanzlei-hoenig.de.
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