Massenhafte Funkzellenabfrage jetzt auch in Berlin
kanzlei-hoenig.de | 21. Januar 2012 — Nicht nur in Dresden wurden/werden massenhaft Mobilfunk-Daten abgefragt, sondern auch hier in Berlin. Ende 2009 haben Poliz…
Die Vollidioten, die willkürlich Autos in Berlin und Hamburg anzünden, haben eigentlich keinen Schutz verdient. Wie bescheuert muss man sein, wie viel überflüssige Zeit muss man haben, damit man seine pseudopolitischen Überzeugungen an völlig unbeteiligten Bürgern auslässt. Und darin sind sich deshalb auch alle einig, die weiter denken können als bis zum nächsten schwarzen Block: Autos anzünden ist einfach unfassbar beknackt.
Aber eine Blankorechtfertigung für jede Form der Datenbeschaffung zur Verfolgung der Täter gibt es trotzdem nicht. Dies scheinen Strafverfolgungsbehörden leider teilweise anders zu sehen, wie eine neues Beispiel aus Berlin zum Thema Funkzellenauswertung zeigt.
Herausgabe sämtlicher Verkehrs- und VerbindungsdatenBerichten zur Folge haben Polizei und Staatsanwalt 2009 in Berlin die Herausgabe sämtlicher Verkehrs- und Verbindungsdaten eines ziemlich großen räumlichen Bereichs beantragt und per richterlichem Beschluss ihr Ziel auch erreicht. Entscheidend ist dabei, dass die Anfrage nicht aufgrund der Straftatbeteiligung eines bestimmten Nutzers erfolgte, der eine konkrete Mobilfunknummer nutzte, sondern einfach eine pauschale Abfrage aller Funknetzteilnehmer vorgenommen wurde – auf Vorrat eben.
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort und trotzdem erfasstWer also zum fraglichen Zeitpunkt am fraglichen Ort war (immerhin fast ein ganzer Stadtteil), dessen Daten lagen der Polizei vor. Dabei wird es sich wohl um tausende von SMS und Anrufen handeln. Ein schönes Gefühl für alle Betroffenen. Und irgendwie seltsam, dass diese Daten eigentlich doch gar nicht gespeichert werden, solange kein konkreter Verdacht besteht, oder? Die Schlagworte sind wieder die gleichen… Vorratsdatenspeicherung, Unzulässigkeit, Bundesverfassungsgerichtsurteil, Telekommunikationsgeheimnis. Die Berliner Richter hatten damit jedenfalls damals noch kein Problem und ließen die Übermittlung an die Staatsanwaltschaft zu.
Hamburger Gerichte lehnen Funkzellenabfragen abZur Beruhigung aller aufgebrachten Leser ist hinzuzufügen, dass einige Hamburger Gerichte eine andere Meinung zu diesen pauschalen Abfragen vertraten. Diesen ging der verdachtslose Eingriff in das …
» Vollständiger ArtikelErschienen 19. Januar 2012 auf http://www.datenschutzbeauftragter-info.de.
kanzlei-hoenig.de | 21. Januar 2012 — Nicht nur in Dresden wurden/werden massenhaft Mobilfunk-Daten abgefragt, sondern auch hier in Berlin. Ende 2009 haben Poliz…
LawBlog | 9. Januar 2011 — Die Aufregung ist groß, verständlicherweise. Twitter soll an die US-Regierung sämtliche Nutzerdaten über WikiLeaks-Aktivisten u…
LawBlog | 19. Juni 2011 — Wenn man der Polizei technische Möglichkeiten gibt, werden sie genutzt. Ob das auch rechtlich erlaubt ist, scheint häufig nachr…
LawBlog | 27. Juli 2011 — Mit der massenhaften Abfrage von Verbindungsdaten bei einer Anti-Nazi-Demonstration hat die Dresdner Polizei die "Funkzellenaus…
Reuters | 4. Dezember 2009 — Berlin (Reuters) - Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag Brandanschläge auf Polizei und Zoll in Hamburg und Berlin verübt. …
Reuters | 20. November 2010 — Berlin (Reuters) - Angesichts der erhöhten Anschlagsgefahr hat die Union die FDP aufgefordert, ihren Widerstand gegen die Vor…
LawBlog | 25. August 2011 — Spiegel online berichtet über die Bemühungen der Hamburger Polizei, die Autobrandstiftungen unter Kontrolle zu bekommen. Unte…
Datenschutzbeauftragter | 19. April 2011 — Die Zeiten für den Datenschutz waren schon mal besser. Auf der einen Seite sei er zu lasch und biete keinen wirklichen Schutz…
Jurabilis | 8. November 2005 — Die Berliner Polizei muss den Schutz der Fu�ballweltmeisterschaft mit den eigenen Beamten bew�ltigen. Von fast allen Bundesl�…
Datenschutzbeauftragter | 18. April 2011 — Wie die Süddeutsche gestern berichtete, will die EU-Kommission heute einen Bericht vorstellen, nach dem strengere Regeln zum …
Der Skandal um die massenhafte Auswertung von Mobilfunk-Daten in Dresden hat unsere Warnungen und Befürchtungen bestätigt: Ist die Vorratsdatenspeicherung einmal da, werden die Daten auch freizügig verwendet.
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